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Koblenz

Evakuierung kostet die Stadt Hunderttausende

Der Großeinsatz am Wochenende wird für die Stadt eine teure Angelegenheit: Einige Hunderttausend Euro dürfte die Evakuierung nach Einschätzung von Reiner Klug kosten. Und diese Kosten wird zunächst einmal die Stadt tragen müssen, stellt der Leiter des Ordnungsamts klar. Auf eine konkrete Zahl will man sich im Rathaus noch nicht festlegen. Rettungsfahrzeuge, Verpflegung der Helfer, alles rund um die Evakuierung: "Die Kosten, die auf die Stadt zukommen werden beträchtlich sein", ist auch Pressesprecher Thomas Knaak sicher. Nach dem Wochenende soll daher geprüft werden, ob nicht zumindest ein Teil der Kosten von Bund und/oder Land übernommen werden muss, kündigt Reiner Klug an. Ein Ansatzpunkt dafür wäre auf jeden Fall die Lage der riesigen Luftmine: Die befindet sich im Rhein und damit in einer Bundeswasserstraße.

Koblenz – Der Großeinsatz am Wochenende wird für die Stadt eine teure Angelegenheit: Einige Hunderttausend Euro dürfte die Evakuierung nach Einschätzung von Reiner Klug kosten. Und diese Kosten wird zunächst einmal die Stadt tragen müssen, stellt der Leiter des Ordnungsamts klar.

Auf eine konkrete Zahl will man sich im Rathaus noch nicht festlegen. Rettungsfahrzeuge, Verpflegung der Helfer, alles rund um die Evakuierung: "Die Kosten, die auf die Stadt zukommen werden beträchtlich sein", ist auch Pressesprecher Thomas Knaak sicher.

Nach dem Wochenende soll daher geprüft werden, ob nicht zumindest ein Teil der Kosten von Bund und/oder Land übernommen werden muss, kündigt Reiner Klug an. Ein Ansatzpunkt dafür wäre auf jeden Fall die Lage der riesigen Luftmine: Die befindet sich im Rhein und damit in einer Bundeswasserstraße. Und die Kosten der Beseitigung von Kampfmitteln in einer solchen müsste eigentlich der Bund tragen, so Klug. Aber: Diese Frage hat aus Sicht der Stadt im Moment nicht oberste Priorität: Jetzt gelte es erst einmal, den Großeinsatz mit vereinten Kräften über die Bühne zu bringen.

Dabei werden am Sonntag rund 300 Kranken- und Rettungswagen für Patiententransporte im Einsatz sein, wie das Deutsche Rote Kreuz mitteilt. Rund 1000 Betroffene müssen vom DRK evakuiert werden. 600 Helfer werden dafür gebraucht. Hinzu kommen 30 Notfallseelsorger, die in den sieben Betreuungsstellen bereit stehen. Insgesamt bieten diese Stellen laut DRK Platz für 12 000 Evakuierte. Betrieben werden sie von 420 Mitarbeitern des Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes.

"Das alles ist keine Willkür", antwortet Norbert Gras von der Berufsfeuerwehr Koblenz auf die Frage, warum das Evakuierungsgebiet so groß ist. Würde etwas nicht nach Plan laufen und die Luftmine detonieren, würde die Druckwelle in einem Radius von 1400 Meter Schäden anrichten. Splitter würden in allen Richtungen bis zu 1800 Meter weit reichen. Denn Luftminen wurden einst so geplant, dass sie größtmögliche Zerstörungen anrichten konnten. Für den kommenden Sonntag sind die Helfer jedoch optimistisch. Die Bombe liegt stabil, nichts kann wackeln. Nich wichtiger ist, dass die drei Messingzünder nicht beschädigt sind und somit problemlos herausgedreht werden können. Auch gibt es an dem gesamten Objekt keine Korrosionsschäden. In den kommenden Stunden geht es nun darum, den künstlichen Pool aus tonnenschweren Sandsäcken und Folien fertigzustellen und dann mit handelsüblichem Feuerwehrgerät leer zu pumpen.

Entschärft wird voraussichtlich gegen 15 Uhr. Los geht es zunächst mit der 125 Kilo schweren US-Fliegerbombe. Theoretisch könnten die Spezialisten auch früher ans Werk gehen. Doch zeigt die Erfahrung, dass uneinsichtige Zeitgenossen die Evakuierung – die übrigens am Hauptbahnhof schon um 8 Uhr beginnt – in die Länge ziehen. Eine Chance haben diese Leute übrigens nicht. Zur Not kommt der Schlüsseldienst, den sie dann selbst bezahlen müssen.

Von unseren Redakteuren Ingo Schneider und Reinhard Kallenbach

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