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Bad Kreuznach

Elektronischer Berater: Pflanzenschutz per Computer

Den integrierten Pflanzenschutz perfektionieren und für den Landwirt zeit- und punktgenau einsetzbar machen – das ist das Ziel einer besonderen Einrichtung, die beim Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) in Bad Kreuznach angesiedelt ist: der Zentralstelle der Länder für EDV-gestützte Entscheidungshilfen und Programme im Pflanzenschutz (ZEPP).

Auch wenn sie im Feld auf dem Traktor sitzen, sollen Landwirte erfahren, wie viel Dünger ihre Pflanzen brauchen – über das Smartphone. Das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum arbeitet an einem elektronischen Beratungsassistenten. Foto: dpa
Auch wenn sie im Feld auf dem Traktor sitzen, sollen Landwirte erfahren, wie viel Dünger ihre Pflanzen brauchen – über das Smartphone. Das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum arbeitet an einem elektronischen Beratungsassistenten.
Foto: dpa

Von unserem Redakteur Rainer Gräff

Peter Bleser, Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, hat dort nun Zuwendungsbescheide über insgesamt 548 000 Euro übergeben. Davon profitieren neben ZEPP der Verein ISIP (Informationssystem integrierte Pflanzenproduktion) und das Kompetenzzentrum Innovative Informationssysteme (IIS) der Fachhochschule Bingen.

Insgesamt stehen für die nächsten drei Jahre 727.000 Euro an Projektgeld zur Verfügung, um ein gemeinsames Ziel namens E-Bas zu erreichen: Die Entwicklung und Einführung eines Managementsystems für die Getreideproduktion. Von diesem elektronischen Beratungsassistenten soll der Landwirt direkt profitieren: Er ist per Smartphone oder Tablet-PC mit dem System verbunden, das ihm fast metergenau und auf die Minute für seinen Getreideschlag Warnhinweise und Handlungsempfehlungen für den Einsatz von Dünger und Pflanzenschutz gibt.

ZEPP-Geschäftsführer Dr. Benno Kleinhenz skizzierte den Dreiklang aus Entwicklung, Validierung und Pflege von computergestützten Modellen im Pflanzenschutz. Der klassische Warndienst mit Prognose, Monitoring und Beraterempfehlung wird so perfektioniert und quasi passgenau auf die Bedürfnisse des einzelnen Landwirtes zugeschnitten. "Schlagspezifische Prognose" nennt das der Fachmann, transportiert über die von ISIP entwickelte Internetplattform. Der Slogan dieser als Verein organisierten Entwickler lautet "Wissen, wie's wächst".

Damit der Landwirt die Informationen wirklich im Traktor auf dem Feld abrufen kann, müssen die Bedingungen stimmen. Das entscheidende Schlagwort heißt Usability – zu Deutsch Gebrauchstauglichkeit. Prof. Dr. Hans-Christian Rodrian von der FH Bingen machte deutlich, dass diese Alltagstauglichkeit der zentrale Faktor der Projektentwicklung ist. Die Zukunft der Datennutzung ist mobil und interaktiv. Damit wird von dem jetzt finanziell geförderten Beratungsassistenten für die Getreideproduktion vor allem eines gefordert: dass er auf mobilen Endgeräten einsetzbar ist.

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