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    Bendorf

    Einsatz-Panne: falsche Wohnung gestürmt – Polizei-Präsident entschuldigt sich

    Nach unserer Berichterstattung über eine irrtümlich gestürmte Wohnung hat der Kobnlenzer Poilzeipräsident angekündigt, sich persönlich bei der Familie zu entschuldigen.

    Spuren des Polizei-Desasters: Eine Wohnungstür ist bis heute demoliert.
    Spuren des Polizei-Desasters: Eine Wohnungstür ist bis heute demoliert.
    Foto: Hartmut Wagner

    Bendorf/Koblenz - Maskierte Polizisten haben in Bendorf die Wohnung einer Familie gestürmt – und dann bemerkt, dass sie sich im Stock geirrt haben. Jetzt, nachdem unsere Zeitung über das Einsatz-Desaster berichtet hat, will sich der Koblenzer Polizeipräsident, Horst Eckhardt, persönlich bei der türkischen Familie entschuldigen.

    Er möchte selbst dafür sorgen, dass alles getan wird, den entstandenen Schaden zu regulieren. Er hat mit der Familie bereits einen Termin vereinbart. Eckhardt will auch seine Mitarbeiter über den Fall informieren, damit sich Ähnliches nicht wiederholt.

    Zu dem Einsatz kam es am 27. Oktober. Gegen 7 Uhr brachen sieben Polizisten die Wohnungstüren der Familie auf und überrumpelten sie im Schlaf. Sie stießen zwei Söhne zu Boden und fixierten sie dort. Aber: Es war die falsche Wohnung. Die Familie hatte sich nichts zuschulden kommen lassen. Sie steht bis heute unter Schock.

    „Diesen Vorgang bedauern wir sehr und wollen ihn nicht beschönigen“, teilt der Polizeipräsident mit. „Bereits am Einsatztag haben wir alles in die Wege geleitet, um den Schaden wieder gut zu machen, soweit er denn wieder gutzumachen ist.“ Die Polizei habe sich mehrfach bei der Familie entschuldigt.

    Die Einsatzkräfte wollten eigentlich die Wohnung eines 22-Jährigen stürmen, der laut Polizeierkenntnissen gefährlich ist. Die RZ hatte fälschlicherweise berichtet, der Gesuchte war ein Jugendlicher.

    Die Polizei stürmte die falsche Wohnung, weil ein Zeuge sie zuvor falsch informiert hatte. Die Kritik unserer Zeitung: Der Fehler in Bendorf hätte verhindert werden können, wenn die Polizei nicht ihrem Zeugen vertraut, sondern die Klingeln an der Haustür beachtet hätte. Dort stehen die Namen aller Hausbewohner, gestaffelt nach ihrer Etage. Dazu der Polizeipräsident: „Den Beamten waren die an der Eingangstüre angebrachten Namensschilder und deren Reihenfolge selbstverständlich bekannt.“ Diese könnten aber „stets nur ein Anhaltspunkt“ für die Polizei sein. Es sei nie auszuschließen, dass die Schilder bewusst in falscher Reihenfolge angebracht werden.

    Von unserem Redakteur Hartmut Wagner

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