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    Mainz

    Ehec: Werbekampagne soll Bauern auf die Sprünge helfen

    Die Aufregung um den gefährlichen Ehec-Keim hat sich noch nicht gelegt, das spüren vor allem die Salat-Bauern.

    Salatfeld
    Die Gemüsebauern spüren noch immer die wirtschaftlichen Folgen der EHEC-Infektionswelle.
    Foto: DPA

    Mainz - Die Salat- und Gemüsebauern in Rheinland-Pfalz leiden noch immer unter der Ehec-Krise. Viele Verbraucher hätten weiter Angst vor dem lebensgefährlichen Darmkeim und kauften keinen Salat, sagte der Sprecher der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, Frieder Zimmermann. Eine Aufklärungskampagne soll den Bauern nun helfen: Die Gemüse- und Obstgenossenschaft Pfalzmarkt will wegen der anhaltenden Probleme zusammen mit anderen Regionen für Salat und Gemüse aus Deutschland werben, wie Vorstand Hans-Jörg Friedrich ankündigte.

    Umsatz hat sich wieder leicht erholt

    Der Umsatz hat sich laut Friedrich zwar etwas erholt, liegt aber bei den rund 50 in der Genossenschaft zusammengeschlossenen Salatproduzenten maximal bei 50 Prozent der sonst im Juli üblichen Werte. Gemüse wie Gurken und Radieschen verkaufe sich dagegen fast wieder wie früher. Damit das auch beim Salat bald wieder der Fall ist, soll die geplante Werbekampagne noch im Juli starten, wie Friedrich sagte. Die angekündigten Entschädigungszahlungen der EU werden laut dem Genossenschaftsvorstand dennoch nicht ausreichen, um den Millionen-Schaden der Bauern auszugleichen.

    Verändertes Kaufverhalten der Verbraucher

    "Manche Verbraucher haben ihr Kaufverhalten völlig umgestellt, die Sorge um ihre Gesundheit wirkt noch nach", sagte der Sprecher der Landwirtschaftskammer, Zimmermann. Besser gehe es den Bauern, die ihre Produkte selbst vermarkteten: "Sie haben direkten Kontakt zu ihren Kunden und können sie im Gespräch davon überzeugen, dass ihr Salat oder ihre Gurken unbedenklich sind." Bei den Landwirten, die Handel oder Gastronomie belieferten, sei die Krise dagegen noch deutlicher spürbar. Zu hoffen sei, dass sich die Umsätze mit dem Ende der Urlaubszeit in einigen Wochen wieder erholten, sagte Zimmermann.

    Keine positive Probe

    Die Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt in Speyer hatte am Freitag von insgesamt rund 600 seit Anfang Juni untersuchten Proben unter anderem von Gemüse, Obst, Saatgut, Klärschlamm, Beregnungswasser, Waschwasser und Gärresten aus Biogasanlagen berichtet. In keiner davon seien Ehec-Bakterien festgestellt worden.

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