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E-Auto-Lesertest: Mit wenig Strom und viel Adrenalin angekommen

Fünf Familien aus unserer Region können seit Montag zwei Wochen lang Elektroautos ausprobieren, zwei VW E-Golf und drei E-Up. Wir veröffentlichen täglich ihre Erfahrungen.

Der Fortschritt ist eine Schnecke – gilt dieses Motto auch für die E-Mobilität? Jedenfalls fuhr eine Vertreterin dieser Weichtiere ungebeten bei Uwe Pfeifer im E-Golf mit. Vielleicht ist es aber auch ein Zeichen für die Umweltverträglichkeit dieser Mobile.
Der Fortschritt ist eine Schnecke – gilt dieses Motto auch für die E-Mobilität? Jedenfalls fuhr eine Vertreterin dieser Weichtiere ungebeten bei Uwe Pfeifer im E-Golf mit. Vielleicht ist es aber auch ein Zeichen für die Umweltverträglichkeit dieser Mobile.

Kein Saft mehr

Für unseren E-Up-Fahrer Harald Skär wurde es am Montagabend während seiner Heimfahrt vom Volkswagen-Zentrum Koblenz in Richtung Bad Sobernheim, gut 100 Kilometer, eng: 15 Kilometer vor dem Ziel hatte er noch für 10 Kilometer "Saft": "Habe in Waldböckelheim an einer Tankstelle tatsächlich eine Stunde lang mit Normalstrom nachgeladen (unterwegs wollte ich schon an der Autobahn laden, aber die Chipkarte wurde nicht erkannt). Anzeige nach einer Stunde: 30 Kilometer auf sparsamster Fahrstufe. Dann kam gleich wieder eine starke Steigung … Die Anzeige fiel rapide ab – ebenso stark stieg mein Adrenalinspiegel. Restakkuanzeige zu Hause: 6 Kilometer! Bin jetzt noch ziemlich aufgedreht, zumal ich ein Typ bin, der die Tankkontrollleuchte in meinem Pkw eigentlich nie sieht."

Durch den Westerwald gleiten

Uwe Pfeifer und seine Ehefrau Monika hatten mit ihrem E-Golf eine etwas kürzere Fahrt nach Hause, etwa 85 Kilometer. Sie schrieben uns: "Gestern Abend zügig zurück in den Westerwald gezockelt. Ist ein tolles Gefühl, so dahinzugleiten. 35 Kilometer Restreichweite. Meine Frau ist dann noch zum Sport. Rest: 25 Kilometer. Dann an die Steckdose und heute Morgen wieder 200 Kilometer auf der Uhr. Dann erster Schreck: Auto an, alle Lichter leuchten, aber kein Mucks außer dem penetranten Piepen des Parkassistenten. Meine Frau Monika hat's dann geschafft. Noch mal alles aus und wieder an gemacht. Erste Besorgungsfahrt mit meinem Sohn Moritz nach Siegen. Er ist begeistert, vor allem von dem Anzug. Einfach genial. Die ersten Glückwünsche sind auch schon eingegangen. Ich soll überall mal vorbeikommen, zum Gucken und ,nichts Hören'."

Man merkt nicht, wie schnell man fährt

Den kürzesten Nachhauseweg hatten Peter Stursberg und seine Gattin: Sie wechselten mit dem E-Up lediglich in einen anderen Koblenzer Stadtteil. "Heil zu Hause angekommen! Mehr gleiten als fahren – toll! Gewöhnungsbedürftig: Man hört nichts und merkt nicht, wie schnell man fährt … Dann noch eine kleine Spritztour durch das Lahntal gemacht. Im Augenblick sind wir noch mit dem ängstlichen Blick zur Füllstandsanzeige unterwegs ... Erstaunlich: Durch die Energierückgewinnung beim Bremsen steigerte sich die Reichweite bergab von der Denzerheide nach Bad Ems um 20 Kilometer. Bergabfahren kann also wie Tanken sein."

Jochen Magnus

Rheinland-Pfalz
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