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    Waldesch/Koblenz

    Discobetreiber in Waldesch erschossen: Mörder wird seit einem Jahr gejagt

    Um 3.45 Uhr peitschen Schüsse durch die Waldescher Nacht - sie treffen den 35-jährigen Discobetreiber Daniel Steinert und töten ihn. Das kaltblütige Verbrechen geschah vor genau einem Jahr. Seitdem jagt die Kripo Koblenz den oder die Täter - bislang noch ohne Erfolg.

    Polizeibeamte verteilen in Waldesch bei Koblenz Flugblätter nachdem hier am Samstag, 7. September, ein 35- jähriger Disothekenbetreiber tot aufgefunden wurde.
    Polizeibeamte verteilen in Waldesch bei Koblenz Flugblätter nachdem hier am Samstag, 7. September, ein 35- jähriger Disothekenbetreiber tot aufgefunden wurde.
    Foto: dpa

    Von unserem Redakteur Tim Kosmetschke

    "Da die Ermittlungen andauern, machen wir dazu keine Angaben", lautet die knappe Auskunft der Pressestelle des Polizeipräsidiums auf die RZ-Anfrage zum aktuellen Stand der Ermittlungen ein Jahr nach der Tat. Zwölf Monate sind vergangen, in denen die Polizei Hunderte von Spuren ausgewertet und überprüft hat. Anfangs war eine Sonderkommission gegründet worden, seit Anfang des Jahres führt das für Tötungsdelikte zuständige Kommissariat 11 der Kriminaldirektion Koblenz die Ermittlung.

    Der Fall gab von Anfang an Rätsel auf. Bekannt wurde durch offizielle Fahndungsaufrufe der Polizei, dass Daniel Steinert, der im Wallersheimer Weg in Lützel die Disco Dance Palace betrieb, dort gegen 3.30 Uhr in der Nacht zum 7. September mit seinem auffälligen Mercedes R 280 mit litauischem Kennzeichen losfuhr und nach Hause nach Waldesch wollte. Eine Viertelstunde später hörten Zeugen mehrere Schüsse im Bereich Hübingerweg/Eschbachhöhenweg. Und ein Pkw mit dem Täter oder den Tätern soll weggefahren sein, so die Zeugenaussagen. Um 5.35 fand ein Passant Steinert neben seinem Mercedes - tot.

    Daniel Steinert (35) wurde vor seinem Haus erschossen. Um 3.30 Uhr hatte er die von ihm geführte Disco "Dance Palace" verlassen, eine Vierstelstunde später hörten Menschen in Waldesch Schüsse. 
    Daniel Steinert (35) wurde vor seinem Haus erschossen. Um 3.30 Uhr hatte er die von ihm geführte Disco "Dance Palace" verlassen, eine Vierstelstunde später hörten Menschen in Waldesch Schüsse. 
    Foto: Polizei

    Die Polizei ermittelte in viele Richtungen, unter anderem waren auch die nicht unumstrittenen Mantrailer-Hunde im Einsatz, die kleinste Geruchsspuren verfolgen können sollen. Auch auf das "vielschichtige geschäftliche Umfeld des Opfers, auch ins osteuropäische Ausland", erstreckten sich die Ermittlungen, wie die Polizei im Januar der RZ mitteilte. Hintergrund: Der Dance Palace lockte vor allem russischstämmige junge Leute an.

    Neue Ansätze für die Ermittlungen sollte unter anderem auch eine Fallanalyse des Landeskriminalamtes liefern. Ob dies gelungen ist - auch dazu nimmt die Polizei derzeit keine Stellung unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen.

    Auch ein Jahr nach der Tat setzen die Kriminalisten derweil weiterhin auf mögliche sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung. Sie erneuern deshalb den Fahndungsaufruf - und weisen auch noch einmal auf die Belohnung in Höhe von 10.000 Euro hin, die die Staatsanwaltschaft Koblenz ausgelobt hat. Die Ermittler hoffen auf Antworten insbesondere auf diese Fragen:

    • Wer hat zur Tatzeit (Samstag, 7. September 2013, gegen 4 Uhr) auffällig parkende oder davonfahrende Fahrzeuge im Bereich Waldesch oder der Diskothek Dance Palace gesehen?
    • Wer hat verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Eschbachhöhenweg in Waldesch oder bei der Diskothek Dance Palace in Koblenz-Lützel (Wallersheimer Weg) beobachtet?
    • Wer hat sonstige Wahrnehmungen gemacht, die mit der Tat in Verbindung stehen könnten?

    Die Disco, die Steinert betrieb, feiert übrigens am 6. September 2014 Neueröffnung: "The Club" heißt sie nun, wie es auf der Internetseite heißt. Jeden Samstag wird dort im "Russian Club" gefeiert - mit Sektempfang, exotischem Obstbüfett und Wodka-Energy für 2 Euro.

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