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    Die Generalistische Pflegeausbildung – aus drei Berufswegen wird einer

    Auszubildende in Pflegeberufen sollen sich ab 2018 nicht mehr am Anfang ihrer Ausbildung entscheiden müssen, ob sie in die Krankenpflege, Kinderkrankenpflege oder Altenpflege gehen. Das sieht das Pflegeberufsreformgesetz vor, das vom Bundeskabinett im Januar verabschiedet wurde. Laut Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) ist die Reform sinnvoll, da sich der Pflegebedarf geändert hat. So werde in Pflegeheimen immer mehr medizinische Pflege erbracht, da dort oft chronisch oder mehrfach Erkrankte versorgt werden. In Kliniken müssen zunehmend ältere, mehrfach kranke Menschen gepflegt werden.

    Markus Mai
    Markus Mai

    Die Ausbildung soll künftig kostenfrei sein. Ein großer Fortschritt, denn derzeit zahlen Auszubildende an etlichen Schulen Gebühren. Außerdem erhalten alle Auszubildenden künftig eine Ausbildungsvergütung. Die neue Pflegeausbildung ist eine dreijährige Fachkraftausbildung mit Unterricht an Pflegeschulen sowie praktischer Ausbildung, wobei die Auszubildenden einen Schwerpunkt wie Altenpflege wählen.

    Sandra Postel
    Sandra Postel

    Für die Ausbildung braucht man einen mittleren Schulabschluss oder eine zehnjährige allgemeine Schulbildung. Möglich ist sie auch für Hauptschüler, wenn sie über weitere Qualifikationen verfügen. Das kann eine erfolgreich abgeschlossene mindestens zweijähriger Ausbildung oder eine einjährige Ausbildung in der Pflegeassistenz sein. Zudem schafft die Reform die Voraussetzungen für ein berufsqualifizierendes Pflegestudium, das unmittelbar eine Berufstätigkeit in der Pflege ermöglicht.

    Während die SPD hinter der Reform steht, wächst die Kritik in der Union. Die Sorge ist, dass mit höheren Ansprüchen an die Ausbildung ganze Gruppen von Schulabgängern ausgeschlossen werden könnten, vor allem die Hauptschüler. Als Anführer der Rebellion gegen die Reform gilt der Neuwieder CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel. Prominenter Befürworter ist neben Minister Gröhe auch der Patientenbeauftragte Karl-Josef Laumann.

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