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Nürburgring

Der AvD wird sportlicher Ausrichter der Formel 1 (Update)

Der Automobilclub von Deutschland (AvD) wird sportlicher Ausrichter des Formel-1-Rennens am Nürburgring. Das erfuhr die Rhein-Zeitung aus gut informierten Kreisen. Damit wird das Rennen am 7. Juli „Großer Preis von Deutschland“ heißen. Lange war offen, ob ADAC oder AvD sportlicher Ausrichter werden würden.

Luftaufnahme Nürburgring
Der AvD setzte sich als Formel-1-Veranstalter durch.
Foto: Thomas Frey/Archiv – DPA

Nürburgring – Der Automobilclub von Deutschland (AvD) wird sportlicher Ausrichter des Formel-1-Rennens am Nürburgring. Das erfuhr die Rhein-Zeitung aus gut informierten Kreisen.

Damit wird das Rennen am 7. Juli „Großer Preis von Deutschland“ heißen. Lange war offen, ob ADAC oder AvD sportlicher Ausrichter werden würden. Zwischenzeitlich wurde gar ein Modell diskutiert, beide Automobilklubs einzubeziehen.

Der AvD besitzt die Namensrechte am „Großen Preis von Deutschland“, verlangte aber ursprünglich eine hohe Summe dafür, sollte der Grand Prix am Nürburgring auch tatsächlich unter diesem Label laufen. Unter ADAC-Regie hätte das Formel-1-Rennen unter „Großer Preis von Europa“ firmiert, hieß es. Zu Beginn der längeren Verhandlungen war bekannt geworden, dass der ADAC im Gegensatz zum AvD keine Zahlungen an den eigentlichen Ausrichter, die Nürburgring Betriebsgesellschaft mbH (NBG), verlangte. Unklar ist, ob dieser Verhandlungsstand bis zum Abschluss der Gespräche seine Gültigkeit behielt.

Update: „Wir haben die Entscheidung der Nürburgring Betriebsgesellschaft mbH zur Kenntnis genommen“, erklärte Kai Langendorf, ADAC-Pressesprecher für den Bereich Motorsport. Ansprechpartner für den Automobilklub war seiner Ansicht nach die NBG. Ihr sei ein Angebot gemacht worden, das offenbar nicht akzeptiert worden sei.

Inzwischen hat der AvD die Vereinbarung bestätigt. „Die Verträge sind geschlossen“, erklärte eine Sprecherin. NBG-Geschäftsführer Karl-Josef Schmidt erläuterte gegenüber der Rhein-Zeitung, dass die jetzt getroffene Regelung auf einer Jahrzehnte alten Absprache zwischen ADAC und AvD zur Formel 1 basiere. Bislang sei stets der AvD sportlicher Ausrichter der Formel 1 gewesen. „Von daher ist das ein ganz normaler Vorgang“, so Schmidt, zumal der internationale Automobilverband FIA das Formel-1-Rennen am Nürburgring seinen Angaben nach unter „Großer von Deutschland“ laufen lassen wollte. „Eine Änderung dieses Verfahrens zugunsten des ADACs wäre die Ausnahme gewesen“, erklärte Schmidt weiter gegenüber der Rhein-Zeitung. Der Manger betonte, dass die NBG bei der jetzt getroffenen Vereinbarung keine Aktien im Spiel hatte: „Da haben ADAC und AvD untereinander verhandelt.“ Das Recht der sportlichen Ausrichtung wird nicht von den Ring-Sanieren vergeben.

Unterdessen wurden neue Details der Vertragsverhandlungen bekannt. Der AvD war offensichtlich nicht bereit, den ADAC ohne eine Gegenleistung an Bord der Formel 1 zu holen. Dabei ging zuletzt offenbar weniger um eine direkte Ausgleichszahlung, da der AvD die Namensrechte besitzt, sondern um die Bereitstellung einer unentgeltlichen Werbefläche am Nürburgring. Die soll der AvD angeblich verlangt haben. Letztlich wurden sich die beiden Automobilklubs nicht einig.

Im Gegensatz zum ADAC will der AvD offenbar keine Versicherungsleistungen übernehmen. Von daher könnte das Formel-1-Rennen möglicherweise teurer für den Veranstalter werden. Die Ring-Sanierer sind allerdings optimistisch, dass sie eine Lösung finden, mit der keine zusätzlichen Kosten entstehen. Vom ADAC war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Von unserem Landeskorrespondenten Dietmar Brück

Rheinland-Pfalz
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