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    Rheinland-Pfalz

    Brücken sorgen weiter im Land für Stress – Sechs Beispiele

    Nicht erst seit dem Mainzer Brücken-Desaster steht fest: Brücken sorgen in den nächsten Jahren weiter für Baustellenstress - auch in und rund um Koblenz, der Stadt an Rhein und Mosel.

    Die Pfaffendorfer Brücke in Koblenz: Sie sollte ursprünglich von 2016 an saniert werden. Aber aus Sicht der Experten ist ein Neubau (voraussichtlich in etwa zwei Jahren) vernünftiger - und nicht wesentlich teurer.
    Die Pfaffendorfer Brücke in Koblenz: Sie sollte ursprünglich von 2016 an saniert werden. Aber aus Sicht der Experten ist ein Neubau (voraussichtlich in etwa zwei Jahren) vernünftiger - und nicht wesentlich teurer.
    Foto: Sascha Ditscher

    Von Ursula Samary und Ingo Schneider

    Hier sind die Arbeiten an der Balduinbrücke weitgehend abgeschlossen, während die Sanierung der Europabrücke (mit Neubau eines 200 Meter langen und maroden Teilstücks) läuft und auf B 9 auch immer wieder für Staus im Berufsverkehr sorgt.

    Vor allem die zwischen 1965 und 1985 gebauten Brücken leiden mit wachsendem Güterverkehr unter Verschleiß. Aber der Geschäftsführer des Landesbetriebs Mobilität, Bernd Hölzgen, betont: Jede geöffnete Brücke "ist auch sicher". Acht Prüftrupps mit 19 Personen untersuchten die neuralgischen Verkehrspunkte regelmäßig.

    Unter den 7500 Brücken im Land rücken vor allem die Bauwerke der Bundesautobahnen in den Fokus - immer mit der Hoffnung, dass nicht wieder ein dramatischer Bauunfall wie auf der Schiersteiner Brücke passiert.

    Diese sechs Brückenbauten stehen in der Region zur Sanierung an - mal früher, mal später:

    1. Für ein 125 Millionen Euro teures Projekt auf der A 61 bei Rheinböllen - die Erneuerung mit sechsspurigem Ausbau der Brücken Pfädchensgraben und Tiefenbachtal - besteht bereits Baurecht. Dies wird auch dringend gebraucht, weil die beiden 47 Jahre alten Bauwerke auf Dauer nicht mehr dem wachsenden Verkehr stand halten. Wie es heißt, wird man bei den Arbeiten nicht ganz auf Vollsperrungen verzichten können.
    2. Für die Wiedbachtalbrücke auf der A 3 beginnen erst die Planungen. Dabei muss auch noch ein Spezialproblem gelöst werden: Denn in dieser Konstruktion hat sich eine große Fledermaus-Kolonie angesiedelt hat. Die Sanierungskosten stehen noch nicht fest.
    3. Die Bendorfer Rheinbrücke (Autobahn 48) sowie die
    4. Vorlandbrücke der jüngeren Koblenzer Südbrücke auf der Horchheimer Seite müssen nach den bisherigen Plänen des Landesbetriebs erst mittelfristig - also in 10 bis 15 Jahren - überholt werden. Dabei muss sich der Landesbetrieb, wie Hölzgen betont, eng mit der Stadt Koblenz absprechen, um ein Baustellenchaos in der Region zu verhindern.
    5. In Koblenz wird die Europabrücke (vermutlich bis Frühjahr 2016) saniert. Über die Mosel rollen hier in normalen Zeiten etwa 100 000 Fahrzeuge. Die Kosten sind auf etwa 12 Millionen Euro veranschlagt, das Land hat einen Zuschuss von knapp 9 Millionen Euro zugesagt.
    6. Als nächstes Großprojekt steht die Pfaffendorfer Brücke über den Rhein an. Sie sollte ursprünglich von 2016 an saniert werden. Aber aus Sicht der Experten ist ein Neubau (voraussichtlich in etwa zwei Jahren) vernünftiger, zumal er nicht wesentlich teurer werden soll. Eine Sanierung halte etwa 25 Jahre, eine neue Brücke dagegen für 80 bis 90 Jahre, wird argumentiert.

    Nach Angaben von Hölzgen überweist Berlin dem Landesbetrieb für Bau und Unterhaltung von Bundesstraßen samt Brücken pro Jahr etwa 350 Millionen Euro. Vom Land erhält er für die Sanierung zwischen 75 bis 78 Millionen Euro. Den Sanierungsbedarf allein für die Landesbrücken beziffert er auf 52 Millionen Euro.

    Dieser Investitionsstau werde abgearbeitet. Dabei widerspricht Hölzgen aber der Darstellung von Landesrechnungshofpräsident Klaus Behnke, wonach jede dritte Brücke im Land marode ist. Er wertet die Skala eines Gutachtens anders: Danach sind nur 10 Prozent der Bauwerke in ungenügendem Zustand. Bei den Brücken der Kommunen kommt er auf etwa 5 Prozent. Behnke habe auch Brücken eingerechnet, die der Landesbetrieb als in noch ausreichendem Zustand einstuft.

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