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    Abstimmung per Debat-O-Meter: Teilnehmer sehen Schulz knapp vor Merkel

    Ihr Urteil über das TV-Duell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem SPD-Herausforderer Martin Schulz haben viele unserer Leser am Sonntagabend per Debat-O-Meter gefällt: Zeitgleich mit der Fernsehdiskussion bewerteten sie live im Internet die beiden Politiker und ihre Aussagen. Bei dieser nicht repräsentativen Gruppe von mehr als 20.000 Teilnehmer und vor allem bei den eher Unentschlossenen konnte Martin Schulz punkten.

    Wer hat das TV-Duell am Sonntagabend gewonnen? 40,3 Prozent der Zuschauer stimmten per Debat-O-Meter für SPD-Politiker Martin Schulz, 38,9 Prozent für CDU-Politikerin Angela Merkel. 20,8 Prozent konnten keinen Sieger ausmachen.
    Wer hat das TV-Duell am Sonntagabend gewonnen? 40,3 Prozent der Zuschauer stimmten per Debat-O-Meter für SPD-Politiker Martin Schulz, 38,9 Prozent für CDU-Politikerin Angela Merkel. 20,8 Prozent konnten keinen Sieger ausmachen.
    Foto: dpa

    Bundesweit hatten Zuschauer die Möglichkeit, mit dem „Debat-O-Meter“ beide Politiker im TV-Duell über das Internet live zu bewerten. Das Debat-O-Meter ist eine Anwendung für Smartphones, Tablets oder PCs und wurde an der Universität Freiburg entwickelt. Es ermöglicht nicht nur eine Echtzeitbewertung, sondern gibt den Zuschauern am Ende auch Information darüber, wie weit sie mit den Kandidaten übereinstimmen.

    Umfrage
    TV-Duell zwischen Merkel und Schulz: Wer ist der Sieger?

    Millionen Zuschauer verfolgten am Sonntag das TV-Duell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Herausforderer Martin Schulz (SPD). Wer ist der Sieger?

    Angela Merkel!
    40%
    Martin Schulz!
    30%
    Keiner von beiden!
    12%
    Ich wähle eine andere Partei.
    18%
    Stimmen gesamt: 891

    Mehr als 20.000 Teilnehmer, darunter viele Leser unserer Zeitung, haben deutschlandweit mit dem Debat-O-Meter die beiden Politiker und ihre Aussagen während der Debatte beurteilt. „Wir konnten die wohl größte Echtzeitabstimmung zu einem TV-Duell realisieren. Vergleichbares ist uns aus der akademischen und auch kommerziellen Meinungsforschung nicht bekannt“, zeigt sich Thomas Waldvogel von der Universität Freiburg zufrieden.

    Merkel oder Schulz? Wer hat das TV-Duell am Sonntagabend gewonnen? Beim Debat-O-Meter, der Echtzeitbewertung im Netz, an der auch viele unserer Leser teilnahmen, sprach sich eine knappe Mehrheit für SPD-Politiker Schulz aus. Er konnte wohl die eher Unentschlossenen für sich gewinnen. Bei den meisten anderen Umfragen lag Kanzlerin Merkel vorn.

    40,3 Prozent der Debat-O-Meter-Nutzer stimmten für Schulz, vor allem bei den eher Unentschlossenen konnte er punkten. 38,9 Prozent stimmten für CDU-Politikerin Angela Merkel. 20,8 Prozent konnten keinen Sieger ausmachen. In der ersten Debat-O-Meter Abstimmung zu Beginn des TV-Duells (Stand: 20.48 Uhr) wurde Merkel als Kanzler eher gewünscht als Schulz.

    Kernaussagen der Abstimmung:

    • Die Wahrnehmung über den Debattensieger ist nahezu ausgeglichen (leichte Verschiebungen gegenüber der Blitzauswertung).
    • Im Ost/West-Vergleich zeigen sich nur geringe Unterschiede.
    • Merkel punktet bei den Frauen und Älteren stärker, während Schulz bei den Männern und Jüngeren überzeugt.

    Wie kommt Merkel bei den SPD-Wählern an?

    • Ihr bester Moment bei den SPD-Anhängern ist ihr Plädoyer, sich nicht an Terror zu gewöhnen sondern sich ihm entgegenzustellen (Zeitmarke: 86:16).
    • Wenig gelitten wird dagegen in den Reihen der SPD ihre Aussage im Kontext der gleichgeschlechtlichen Ehe, dass sie die Ehe im Grundgesetz als Verbindung von Mann und Frau verstehe. Diese Passage stößt bei SPD-Wählern auf deutlichen Widerspruch.

    Wie kommt Schulz bei den CDU-Wählern an?

    • Sein bester Moment ist aus Sicht der CDU-Wähler die Aussage, dass, wer unter Berufung auf die Religionsfreiheit andere Grundrechte einschränken wolle, "in Deutschland nichts verloren" habe. Damit erhält er auch Applaus der Gegenseite.
    • Sein schlechtester Moment ist sein Angriff kurz vor Beginn der Schlussstatements, wo er Merkel im Kontext des Muster-Polizeigesetzes vorwirft, ein "Schwarzer oder Roter Peter Spiel" zu spielen (ca. 92:23 in der ARD-Mediathek)

    Den besten Wert bei allen Bewertungen erzielte Angela Merkel im Themenfeld Migration beziehungsweise Integration mit der Ansage für „Null-Toleranz“ gegenüber einem nicht mit dem Grundgesetz konformen Islam einzutreten. Ihr schlechtester Wert war im Themenfeld Außenpolitik zu beobachten, als sie ausführt, dass eine völkerrechtliche Verpflichtung zum Familiennachzug bestehe und Deutschland diesbezüglich noch Nachholbedarf aufweise. Auch die Unentschlossenen lehnten diese Aussage stark ab. Für die Gruppe der Unentschlossenen hatte Merkel ihre beste Stelle bei der inneren Sicherheit als sie ein klares Nein gegen Terrorismus formulierte und für eine freiheitliche Lebensweise eintrat.

    Die besten Werte für Martin Schulz waren ebenfalls im Themenbereich Migration zu sehen: Erstens als er ausführt, dass Menschen, die im Namen der Religionsfreiheit andere Grundrechte einschränken wollten, „in Deutschland nichts verloren“ hätten. Und zweitens als er ankündigt, als Bundeskanzler die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei abzubrechen. Diese Einschätzung teilten alle Teilnehmenden und auch die Unentschlossenen. Abgelehnt wurde durch die Teilnehmer der Angriff auf Merkel im Themenfeld Innere Sicherheit, als er sie des „schwarzen oder roten Peterspiels“ bezichtigte. Seinen schlechtesten Wert erhielt Schulz von den Unentschiedenen, als er den Islam als eine Religionsgemeinschaft „wie jede andere auch“ bezeichnete.

    Weitere Kernaussagen der Abstimmung:

    • Der Anteil der Unentschlossenen nimmt deutlich ab. Das TV-Duell hilft den Wählern, eine Wahlentscheidung zu treffen.
    • Sowohl CDU/CSU als auch SPD können nach dem Duell in der Wählergunst zulegen – die SPD profitiert aber etwas mehr.
    • Beide Kandidaten können an Sympathie, Glaubwürdigkeit und Kompetenzzuschreibungen zulegen. Schulz profitiert aber stärker, wenn-gleich er über alle Teilnehmenden gesehen hinter der Kanzlerin bleibt.
    • Anders sieht es bei den Unentschiedenen aus: Hier zieht Schulz an Merkel vorbei.
    • Beide erhalten starke Zustimmung durch das eigene Lager, wenn-gleich Merkel im SPD-Lager weniger abgelehnt wird, als dies für Schulz der Fall ist.

    Das Debat-O-Meter wurde von Informatikern und Politikwissenschaftlern der Universität Freiburg entwickelt. Mit ihm kann man über die Tasten des Smartphones, des Tablets oder des Computers mit „doppel-plus“, „plus“, „minus“ und „doppel-minus“ jederzeit während Diskussion eine Einschätzung der Kandidaten abgeben. Die Wissenschaftler sammeln die von den zahlreichen Teilnehmern aus ganz Deutschland eingehenden Bewertungen ein und können so auf die Sekunde genau feststellen, wie die Diskussion im Land wahrgenommen wird. Damit sind die Zuschauer direkt bei der Debatte dabei. Die Eingaben werden für die Auswertung auf die Bevölkerung im Wahlalter nach Alter, Geschlecht, Bildung und Region gewichtet.

    Die nächste Möglichkeit, die Diskussion per Debat-O-Meter zu bewerten, ist am kommenden Donnerstag, 21. September 2017, um 22 Uhr. Gesendet wird die "Schlussrunde der Spitzenkandidaten" auf den Sendern ARD und ZDF.

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