Neuwied

Waschbären – Die Tiere mit der Maske

In der jetzigen Zeit ist die Maske in beziehungsweise „vor“ aller Munde, dabei kann man bei Masken auch an Tiere denken, wie zum Beispiel an die Waschbären.

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Foto: Zoo Neuwied

Ihre Gesichtszeichnung mit der schwarzen Färbung um die Augen erinnert ebenfalls an eine Maske. Auch die beiden Waschbären im Zoo Neuwied haben diese charakteristische Zeichnung. Die beiden Brüder Jay und Chewy leben seit 2012 im größten Zoo in Rheinland-Pfalz.

Aber woher hat der Waschbär eigentlich seinen Namen? Man mag denken, er sei besonders reinlich oder würde sein Futter vor dem Verzehr waschen. In Wirklichkeit sucht der Waschbär an Gewässern nach Futter, wie kleinen Fischen, Krebsen oder Fröschen. Da sein Tastsinn in den Vorderpfoten sehr gut ausgeprägt ist, fühlt er mit diesen, ob es sich um Futter oder um Steine handelt. Dies sieht dann aus, als würde er sein Futter „waschen“. Der zu den Kleinbären gehörende Waschbär ist ein Allesfresser: Auch Vögel, Mäuse, Obst und Nüsse frisst er sehr gerne. Ursprünglich stammt der Waschbär aus Nordamerika, wurde aber für Pelzfarmen Anfang des 20. Jahrhunderts nach Europa gebracht, aus denen einige Tiere ausgesetzt wurden. Da er sehr anpassungs- und lernfähig ist, hat er auch in der Nähe von Wohnsiedlungen, Parks und Grünanlagen keinerlei Probleme mit dem Überleben. Daher gilt er auch als „Kulturfolger“, weil er dem Menschen in die Dörfer folgt, in deren Nähe er dann lebt. Die dämmerungs- und nachtaktiven Waschbären leben entweder alleine oder in kleinen Gruppen mit Tieren des gleichen Geschlechts. Nur zur Paarungszeit Anfang Februar treffen sich Männchen und Weibchen.