Gladbach

Vereine veranstalteten Vernissage zur Aktion „Kirche im Dorf“

Foto: privat

In vielen Städten, vor allem aber in kleineren Orten, verändert sich das Verhältnis der christlichen Menschen gegenüber der Kirche.

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Ein besonders aktueller Grund dafür ist die Synode, die seit mehreren Jahren geplant und Anfang des Jahres 2020 vollständig in Kraft treten wird. Unter dem Begriff „Synode“ lassen sich viele unterschiedliche Neuerungen zusammenfassen, die die katholische Kirche bundesweit durchführt. Darunter fallen Lösungsansätze für Problematiken wie der Mangel an Priestern für kleinere Gemeinden oder der Unterhalt von Kirchengebäuden, die nur von einer geringen Anzahl an Gläubigen regelmäßig genutzt werden.

Auch das Bistum Trier, zu welchem die Stadt Neuwied mit ihren Stadtteilen gehört, ist in diese Veränderungen involviert. Um weiterhin eine Möglichkeit der regelmäßigen Teilnahme an Gottesdiensten für Gläubige bieten zu können, werden in Zukunft sogenannte „Großpfarreien“ entstehen, die von einer möglichst zentralen Stelle aus verwaltet werden sollen. Dieses Zentrum soll für unseren Großraum Neuwied darstellen, weshalb sich auch alle relevanten Verwaltungssitze in Zukunft dort befinden werden. Damit Gladbach sich als kleiner Kirchort auf diese gravierenden Veränderungen einstellen kann hat die Kolpingfamilie Gladbach eine Veranstaltung Mitte vergangenen Jahres ins Leben gerufen, die sich an alle an dem Thema interessierten Bürger Gladbachs richtete und die den Sinn hatte, die Menschen über die anstehenden Veränderungen zu informieren und Gruppierungen zu bilden, in denen ab diesem Treffen verschiedene inhaltliche und verwaltungstechnische Fragen bearbeitet und verknüpft wurden.

In den drei Richtungen „Glaubensbildung“, „Struktur und Finanzen“ und „Gemeinschaft“ beschäftigten sich letztlich Bürger jeglicher Altersstufen mit aktuellen und relevanten Themen und schnell stellten sich Überschneidungen und Gemeinsamkeiten innerhalb der bearbeiteten Bereiche heraus. In vielen Gruppentreffen und regelmäßigen Treffen mit allen Freiwilligen der drei Gruppierungen wurden gegenseitige Fragen geklärt und gemeinsam an einem Konzept gearbeitet. Um dieses Konzept vorzustellen, welches die verstärkte Vernetzung aller Gladbacher Vereine und Gruppierungen, die Kontakt zur Kirche haben, beinhaltet, organisierte die Gruppe „Glaubensbildung“ eine öffentliche Ausstellung, in der sich die einzelnen Gruppierungen präsentieren und miteinander ins Gespräch kommen konnten. Kürzlich fanden sich deshalb viele Vertreter der Gruppen (darunter zum Beispiel die Pfadfinder, Messdiener, Lektoren, der Kindergarten und viele mehr) und weitere interessierte Bürger ein, sodass das Gladbacher Pfarrheim als Veranstaltungsort schnell gefüllt war. In einer kurzen Vorstellungsrunde wurden die bisher gesammelten Ergebnisse der vergangenen Monate präsentiert und anschließend der Austausch zwischen den anwesenden Gruppen angeregt. Dabei kam es zum aktiven Gespräch zwischen den Anwesenden und auch Kontaktdaten wurden ausgetauscht.

Auch die Möglichkeit, eigene Wünsche zu hinterlassen wurde reichlich genutzt. Das abschließende Fazit zu der Veranstaltung beinhaltete besonders viele positive Meinungen zu den austauschenden Gesprächen, da viele Gruppen untereinander zwar schon auf eine gute Zusammenarbeit vertrauen können, aber trotzdem ein Zusammentreffen mit einer großen Bandbreite an Gruppierungen sehr gelegen kam. In Zukunft soll nun noch weiter an einer verstärkten Vernetzung gearbeitet werden, unter anderem auch durch die Erstellung eines Flyers mit Ansprechpartnern und Kontaktdaten.