Archivierter Artikel vom 11.11.2021, 15:38 Uhr
Neuwied

VdK-Kreisverband Neuwied lud seine Ortsverbände zur jährlichen Herbstkonferenz ein

Die Arbeit der Pflegestützpunkte und der Gemeindeschwester plus waren zentrale Themen.

Roswitha Rosenmüller, Gemeindeschwester plus, und Achim Krokowski, Pflegestützpunkt Puderbach, gaben einen Einblick in ihre tägliche Arbeit.
Roswitha Rosenmüller, Gemeindeschwester plus, und Achim Krokowski, Pflegestützpunkt Puderbach, gaben einen Einblick in ihre tägliche Arbeit.
Foto: VdK-Kreisverband Neuwied

Zu einer Arbeitstagung trafen sich kürzlich Vorstandsmitglieder aus den Ortsverbänden des VdK-Kreisverbands Neuwied im Bürgerhaus Neustadt. Wie Kreisvorsitzender Hans Werner Kaiser in seiner Begrüßung betonte, sei dies nach nunmehr 727 Tagen die erste Veranstaltung des Kreisverbands, da durch die Corona-Pandemie lange Zeit keine Veranstaltungen möglich waren. Die Herbstkonferenz wurde einberufen, um die Vorstände der Ortsverbände über neue Beschlüsse und Entwicklungen auf Landes- und Kreisverbandsebene zu unterrichten.

Kreisvorsitzender Hans Werner Kaiser (rechts, stehend) präsentierte den Teilnehmern der Herbsttagung Neues aus Kreis- und Landesverband.
Kreisvorsitzender Hans Werner Kaiser (rechts, stehend) präsentierte den Teilnehmern der Herbsttagung Neues aus Kreis- und Landesverband.
Foto: VdK-Kreisverband Neuwied

Zunächst referierte Achim Krokowski vom Pflegestützpunkt Puderbach zu den Aufgaben der Pflegestützpunkte. Das Aufgabengebiet erstreckt sich über Beratung, Information, Hilfestellung und Unterstützung von hilfsbedürftigen alten, kranken und behinderten Menschen und deren Angehörigen in allen Fragen der Pflege. Wie er ausführte, informieren die Pflegestützpunkte insbesondere zur Organisation und Finanzierung der Pflege sowie über regionale Leistungsanbieter. Darüber hinaus zählen ebenso Informationen zu Umbaumaßnahmen oder Entlastungsangebote für Angehörige zu den Aufgaben der Pflegestützpunkte. Dabei ging er auch auf Fragen der Zuhörer ein, die er fachlich kompetent beantwortete. Krokowski wies noch darauf hin, dass die Beratungsangebote kostenlos, neutral und die Gespräche stets vertraulich sind. Über Aufgaben und Projekte der Gemeindeschwester plus sprach anschließend Roswitha Rosenmüller, die für die Verbandsgemeinden Linz, Unkel, Bad Hönningen und Rengsdorf-Waldbreitbach zuständig ist. Von Mitgliedern aus der Verbandsgemeinde Asbach wurde bedauert, dass es für ihren Bereich keine Gemeindeschwester plus gibt. Gerade während der Corona-Pandemie war es nicht einfach, so Rosenmüller, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Beide Referenten sprachen davon, dass in der Corona-Zeit der Besuch von pflegebedürftigen Menschen in Pflegeheimen und Krankenhäusern sehr stark eingeschränkt und für viele pflegende Angehörige die Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf nur schlecht zu organisieren war. Gemeindeschwester plus und Pflegestützpunkte organisierten in der Corona-Zeit auch Impftermine im Impf-zentrum oder Einkaufshilfen. Auch der Wegfall der „osteuropäischen Pflegekräfte“ war für viele ein Problem. Besonders fehlten vielen Menschen die sozialen Kontakte und litten an Vereinsamung. Nach den sehr informativen Ausführungen von Krokowski und Rosenmüller, wozu es viele Fragen aus dem Plenum gab, dankte Kreisvorsitzender Hans Werner Kaiser beiden mit einem Weinpräsent.

Im Anschluss daran erfolgte eine Information zur Verbandsvorsorge des VdK durch Aladar Kruti von der ERGO-Versicherung. Auch hierzu gab es von den Tagungsteilnehmern viele Fragen, die Kruti beantwortete. Aus Zeitgründen konnten nicht alle Fragen abschließend behandelt und beantwortet werden, so dass er auf das Informationsmaterial verwies, das er an alle verteilte.

Zum Schluss der Tagung vermittelte Kaiser den Vorstandsmitgliedern aus den Ortsverbänden in seinen Ausführungen einige Neuigkeiten aus Landes- und Kreisverband, wobei er besonders auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die Personalsituation in der Geschäftsstelle einging. Ferner teilte er mit, dass die Mitgliederentwicklung weiter positiv verläuft und derzeit 7800 Personen in 25 Ortsverbänden dem VdK-Kreisverband Neuwied angehören. Er hob besonders die gute Beratungstätigkeit der Mitarbeiterinnen in der Kreisgeschäftsstelle hervor, was durch die Nachzahlungen für die VdK-Mitglieder in den jährlichen Geschäftsbilanzen dokumentiert wird. Auch wies der Kreisvorsitzende auf das neue VdK intern hin, eine Online-Plattform für ehrenamtlich tätige Mitarbeiter im Sozialverband VdK und ermutigte alle, das neue Intranet des VdK Rheinland-Pfalz zu nutzen.

In seinem Schlusswort dankte er Kreisgeschäftsführerin Doreen Borges und den Mitarbeiterinnen Sandra Schmitz und Andrea Hess für die Vorbereitung der Herbstkonferenz. Dank sprach er auch Manfred Salz für die Arbeit vor Ort und der Familie Stoffels mit ihrem Serviceteam für die gute Bewirtung aus.