Archivierter Artikel vom 24.06.2019, 10:20 Uhr
Neuwied

Traditionelle Pfingst-Ruder-Wanderfahrt fand auf der Lahn statt

Die Senioren des Neuwieder Gymnasial-Turn-Rudervereins (GTRVN) befahren die Lahn schon seit 40 Jahren. Diesmal wurde die Fahrt mit Freunden der Neuwieder Rudergesellschaft in Runkel, vor der letzten Schleuse zur Selbstbedienung, begonnen.

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Foto: GTRV Neuwied

Die Lahn ist auf einer Strecke von 171 Kilometer durchgehend mit Booten befahrbar und zählt zu den schönsten Wanderflüssen Deutschlands. Sie kommt aus dem Rothaargebirge und trennt in ihrem Unterlauf den Westerwald vom Taunus. So ergibt sich ein reizvoller Wechsel zwischen breiten und engen Tälern, steilen Felsen und flachen Ufern, Wäldern, Wiesen und Felder. Die Kilometrierung zählt von Freudingen, Kilometer 98, zunächst absteigend bis Kilometer Null bei Kleebach, dann ansteigend bis zur Mündung in den Rhein, 137,3 Kilometer. Die Strömung der Lahn ist bis Limburg gut, da der Flusslauf eng und mit Stromschnellen versetzt ist. Ab Limburg werden die Schleusen von Personal bedient und bald, wie bereits in Diez, selbst elektrisch.

Nach der obligatorischen Rast im Restaurant „Zum Mühlchen“ war die kurze, entspannte Etappe bis Balduinstein, Kilometer 90,7, schnell geschafft und die Boote wurden auf der Wiese gelagert. Anwohner halfen gerne. Mit dem Zug ging es zurück nach Runkel, um mit Auto und Anhänger nach Neuwied zu fahren.

Mit der Bahn gelangten die Ruderer am nächsten Morgen zu den Booten. Während der zweiten Etappe nahm der Sportbootverkehr zu und die Schleusungen wurden deshalb langsamer. In Kalkofen wurde der Geburtstag einer Ruderin mit Kaffee, Kuchen und Eis gefeiert. Der Landesteg der Kanuten in Nassau hat sich als Etappenziel bewährt.

Die schleusenreiche Strecke von Nassau bis Niederlahnstein wurde am Schleusenhäuschen, an einer alten, stillgelegten Schleusenbucht, unterbrochen. Eine weitere Ruderin, die vor 40 Jahren auf der Lahn das Rudern begann, feierte Geburtstag und spendierte eine Runde Getränke. Leider waren hier die Anlegeplätze beschränkt, so dass die Ruderboote in der Pause aus dem Wasser genommen werden mussten. Die letzte Schleuse in Niederlahnstein. Dann der Rhein mit Strömung, leichtem Schiebewind und angenehmer Temperatur ließen die dritte Etappe dieser schönen Wanderfahrt am Bootshaus in Neuwied ausklingen.