Archivierter Artikel vom 08.03.2018, 16:13 Uhr
Bad Hönningen

Surinam ist ein Land der Vielfalt und Gegensätze

Die katholische Frauengemeinschaft und die ökumenische Frauenhilfe Rheinbrohl luden in die Pfarrkirche St. Peter und Paul ein, um den Weltgebetstag würdig zu gestalten.

Die Damen der kfd Bad Hönningen und Rheinbrohl sowie der evangelischen Frauenhilfe
Rheinbrohl gestalteten den diesjährigen Weltgebetstag.
Die Damen der kfd Bad Hönningen und Rheinbrohl sowie der evangelischen Frauenhilfe Rheinbrohl gestalteten den diesjährigen Weltgebetstag.
Foto: Martina Sierocki

In Deutschland unterstützen mehrere hunderttausend Menschen mit ihren Kollekten, Spenden sowie ihrem ehrenamtlichem Engagement den Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee (Weltgebetstag Deutschland). Die Vorsitzende der katholischen Frauengemeinschaft (kfd) Bad Hönningen Gisela Linnig, die mit ihrem Team Rita Sieburg und Rosel Arndt sowie Eva Hofmann, Kathrin Dötsch und Ulla Richarz (Evangelische Frauenhilfe) sowie Angelika Merz und Elisabeth Paffhausen (kfd Rheinbrohl) die Messe gestaltete, begrüßte die rund 100 Anwesenden, die der Einladung der Damen gefolgt waren.

Die Damen der kfd Bad Hönningen und Rheinbrohl sowie der evangelischen Frauenhilfe
Rheinbrohl gestalteten den diesjährigen Weltgebetstag.
Die Damen der kfd Bad Hönningen und Rheinbrohl sowie der evangelischen Frauenhilfe Rheinbrohl gestalteten den diesjährigen Weltgebetstag.
Foto: Martina Sierocki

Ebenfalls dabei die Tanzgruppe um Annemie Dasbach, die einen afrikanischen Tanz vorführte, und Organist Andreas Wies, der die Veranstaltung musikalisch begleitete. In diesem Jahr berichteten die Damen über das Land und die Menschen in Surinam und stellten sich zum Teil als Frauen aus Surinam mit Namen vor, als sie über das jeweilige Schicksal dieser Frauen berichteten.

Surinam ist das kleinste Land in Südamerika und vereint auf einer Fläche weniger als halb so groß wie Deutschland afrikanische, niederländische, kreolische und indische, chinesische und javanische Einflüsse. Das subtropische Klima lässt eine üppige Flora und Fauna entstehen, unberührten Regenwald und unberührte Strände, an denen Meeresschildkröten ihre Eier ablegen. Die meisten Menschen leben in der Hauptstadt Paramaribo, einer als Unesco-Welterbe geschützten Stadt. In Surinam ist fast die Hälfte der Bevölkerung christlich. Neben der römisch-katholischen Kirche spielen vor allem die Herrnhuter Brüdergemeine eine bedeutende Rolle.

Am diesjährigen Gottesdienst haben Vertreterinnen aus fünf christlichen Konfessionen mitgewirkt. Doch das traditionelle harmonische Zusammenleben in Surinam ist zunehmend gefährdet. Der Export von Rohstoffen ist schwankenden Preisen ausgesetzt, die einzigartige Natur leidet unter dem massiven Rohstoffabbau und das gut ausgebaute Sozialsystem ist kaum noch finanzierbar. Das aus den Fugen geratene Gleichgewicht wird besonders für Frauen und Mädchen zum Problem. In den Familien nimmt die Gewalt zu, Teenager brechen die Schule ab, Frauen prostituieren sich aus finanzieller Not.

Nach den anschaulichen Berichten und gemeinsamen Gebeten ging es ins benachbarte Gemeindezentrum, wo frischer Kaffee und köstlicher Kuchen auf die Damen wartete. Natürlich wurde in so manchen Gesprächen über das Thema Weltgebetstag noch fleißig diskutiert.