Archivierter Artikel vom 02.05.2022, 15:54 Uhr
Anhausen

Reiter mussten im Wald Wäsche aufhängen

Spaß und Geschicklichkeit beim ersten Wanderreit-Wettbewerb der Hobbyreiter Anhausen mit über 60 Pferd-Reiter-Paaren.

Foto: AWO Kreisverband Neuwied

Zum ersten Mal haben die Hobbyreiter Anhausen einen Wanderritt veranstaltet. Svenja Pöschel, Mitglied im Vorstand, erklärt: „Normalerweise haben wir immer im Herbst die Schleppjagd mit der Rheinland-Meute. Aber leider konnten wir die vergangenen zwei Jahre aufgrund von Corona gar nichts machen. Dann hatten wir voriges Jahr die Möglichkeit, an einem Wanderritt in Marienrachdorf teilzunehmen. Das hat uns inspiriert, denn so etwas kann man auch unter Coronabedingungen durchführen, da die Reiter ja genügend Abstand zueinander haben.“

In Anhausen, Startpunkt war das Dorfgemeinschaftshaus in Meinborn, starteten die Gruppen in 15-Minuten-Abständen. Die Lust, mal wieder mit dem Pferd an einer Veranstaltung teilzunehmen, hatte mehr als 60 Reiterinnen und Reiter motiviert, sich für den spaßigen Wettbewerb anzumelden. Svenja Pöschel: „Das waren deutlich mehr, als wir für das erste Mal erwartet hatten!“ Damit hatte sich der mehrmonatige Vorbereitungsaufwand gelohnt. In der Endphase einen Tag vor der Veranstaltung haben zehn Mitglieder der Hobbyreiter Anhausen, deren Vorsitzender Jochen Krämer ist, alles aufgebaut, unter anderem auch die vier Stationen auf der 15 Kilometer langen Geländestrecke, die durch das Kirchspiel Anhausen führte, von Meinborn über Anhausen nach Thalhausen und nach Meinborn zurück. Unterwegs mussten Geschicklichkeitsprüfungen absolviert werden wie zum Beispiel Dosenwerfen oder Wäscheaufhängen vom Pferd aus.

Im Ziel angekommen waren auf einer Parcourswiese weitere Geschicklichkeitsprüfungen zu bestehen wie Balancieren auf Bierkisten, Reiten über eine Plastikplane, Schirmaufspannen auf dem Pferd sitzend und das Pferd so gegen einen Ball dirigieren, dass der Vierbeiner den Ball in ein Tor schießt.

Für die gesamte Strecke mit den zu absolvierenden Prüfungen an vier Stationen unterwegs benötigten die unterschiedlich großen Gruppen zwei bis vier Stunden. Zu viert unterwegs waren die Frauen Anke, Luisa, Sonja und Claudia aus der Nähe von Flammersfeld. Den Frauen – und vermutlich auch ihren Pferden – hat es bei den Hobbyreitern Anhausen so gut gefallen, dass jetzt schon der Entschluss feststeht, nächstes Jahr wieder teilzunehmen: „Die Wege waren super, alles sehr pferdegerecht, alles sehr abwechslungsreich und der Boden war super. Und es war so schön, mal wieder an einem Wanderritt teilnehmen zu können.“

Die Teilnehmer mit den besten Ergebnissen schafften es in die Platzierung, dabei wurden Kinder und Jugendliche getrennt von den erwachsenen Reiterinnen und Reitern gewertet. Die jüngste Teilnehmerin war sieben Jahre alt. Aufgrund der guten Erfahrungen mit der Akzeptanz ihrer Veranstaltung sind die Hobbyreiter jetzt schon sicher, ein ähnliches Angebot nächstes Jahr wieder durchzuführen.