Archivierter Artikel vom 13.12.2019, 11:54 Uhr
Neuwied

Nikolaus steuert Bootshaus des Gymnasial-Turn-Ruderverein Neuwied an

Zu Ehren des Schutzpatrons der Kinder und Seefahrer veranstaltet der Gymnasial-Turn-Ruderverein Neuwied (GTRVN) jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit ein nachmittägliches „Nikolausrudern“.

Gymnasial-Turn-Ruderverein Neuwied

Gymnasial-Turn-Ruderverein Neuwied

Gymnasial-Turn-Ruderverein Neuwied

Zur Nachmittagsausfahrt hatten alle 19 teilnehmenden Ruderer ihre Häupter mit roten Nikolausmützen geschmückt. Als Ehrengast der abendlichen Feier legte auch in diesem Jahr der Nikolaus persönlich im Ruderboot am Bootssteg des GTRVN an. Natürlich ruderte er nicht selbst, da er ja ein betagter Mann mit langem Mantel ist. Wie es sich für einen Nikolaus gehört, belegte er den Steuerplatz des Bootes und hielt so, nicht nur im übertragenen Sinn, die „Strippen“ in der Hand.

Der Rudernachwuchs begrüßte den Nikolaus mit einer Gesangseinlage und begleitete ihn über die Deichtreppe und hinauf in den festlich geschmückten Vereinsraum des GTRVN, der mit 60 Veranstaltungsteilnehmern bis auf den letzten Platz besetzt war. Hier erkundigte sich der Nikolaus bei den Kindern, Betreuern und Eltern, wie die Rudersaison verlaufen sei. Nachdem er ein durchweg positives Feedback von den Anwesenden erhalten hatte, verteilte er großzügig Präsente und lobende Worte. Er ermunterte die Ruderjugend, auch im nächsten Jahr wieder zu seinen Ehren fleißig zu rudern und sich auch darüber hinaus im Verein zu engagieren.

Im Anschluss an den Besuch des Schutzpatrons übernahm Vereinsvorsitzender Christoph Grzembke das „Steuer“ der Veranstaltung und ehrte die erfolgreichsten Ruderer des Jahres. Die unter 14-Jährigen, die am Ausbildungsstandort Altwied trainieren, erhielten Auszeichnungen für die Anzahl der geruderten Jahreskilometer. Den driien Platz belegte Nico Harder mit 177 Kilometern, den zweiten Platz Matthias Reuschenbach mit 203 Klimometern. Unangefochtener Spitzenreiter war Lars Bonin mit 347 Kilometern.

Bei den U15-Ruderern gab es Auszeichnungen für die errungenen Regattasiege auf offiziellen Regatten des Deutschen Ruderverbands (DRV). Hier wurden Max Horn für einen DRV-Sieg und Luka Hein für acht DRV-Siege geehrt. Unter den B-Junioren erzielten Philipp Dreiher den dritten Platz mit einem DRV-Sieg, Linus David den zweiten Platz mit zwei DRV-Siegen und Gerrit Schäfer als Spitzenreiter den ersten Platz mit acht DRV-Siegen. Auch für den Männer-Vierer, bestehend aus Ruben Falkenburg, Fabian Schönhütte, Melvin Hauschild und Lukas Effert, gab es mehr als lobende Worte. Ruben Falkenburg und Fabian Schönhütte brachten es in der Rudersaison auf jeweils drei DRV-Siege, Melvin Hauschild auf fünf DRV-Siege und GTRVN-Aushängeschild Lukas Effert auf neun DRV-Siege. Damit konnte Lukas Effert den GTRVN-Pokal der meisten DRV-Siege, wie schon in den letzten Jahren, erneut für sich in Anspruch nehmen.

Im Anschluss wurde GTRVN-Marathon-Ruderer Markus Müller für seinen legendären Sieg auf der diesjährigen Genfersee-Regatta sowie für die Erlangung des Äquatorpreises (Lebensleistung von „bisher“ 40.077 Ruderkilometern) ausgezeichnet. Neben den Sportlern wurden selbstverständlich auch die maßgeblich mit für die Erfolge verantwortlichen Ausbilder und Trainer mit Dank und Lob bedacht.

Nachdem Preise, Präsente und Dankesworte unter großem Applaus der Anwesenden vergeben worden waren, eröffnete Christoph Grzembke das Buffet. So klang der Abend mit einem gemeinsamen Abendessen in gemütlicher Runde aus. Gerne hätten die GTRVN-Ruderer ihr Mahl auch mit dem Nikolaus geteilt. Aber der hatte vermutlich aus Angst, dass ihm das auf der Speisekarte stehende Sauerkraut im Bart hängen bleiben könnte, dankend abgelehnt. Bestimmt wird er auch im nächsten Jahr wieder mit seinem Ruderboot am GTRVN-Steg anlegen und den jüngeren und älteren Rudernachwuchs besuchen. Vielleicht bleibt er dann auch zum Abendessen, wenn es kein Sauerkraut gibt.