Archivierter Artikel vom 13.11.2018, 13:03 Uhr
Neuwied

Mittwochs und samstags beim Wandern die Gegend erkunden

Am 21. November sind die Mittwochswanderer mit Werner Schönhofen auf den Spuren des Emser Erzbergbaus unterwegs. Am 24. November erkunden die Samstagswanderer mit Gerhard Spielmann den Rheinsteig im Siebengebirge.

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Wanderung bei Bad Ems

Wanderung am 21. November: Gewandert wird vom Bergbaumuseum auf dem Wanderweg Bergbauspuren in den Wald und zurück an der evangelischen Martinskirche in Dorf Ems vorbei an die Lahn. Die Wanderstrecke ist ca. 8-10 km lang mit geringen Höhenunterschieden. Die Fahrt nach Bad Ems West erfolgt ab Weißenthurm ohne Umsteigen mit dem Minigruppenticket (etwa 7 bis 8 Euro). Die Wanderer treffen sich um 12.45 Uhr im Bahnhof Weißenthurm.

Der Abbau von Blei- und Silbererzen geht in Bad Ems mindestens auf die römische Zeit zurück. Auf dem Blöskopf, wo die Erzgänge zu Tage traten, betrieben die Römer bereits im 1. Jh. n.Chr. – noch vor dem Bau des Limes – ein Hüttenwerk. Im 12. Jh, als der Silberbergbau in Deutschland aufblühte, wurde auch in Bad Ems Silber gewonnen, zunächst im Tagebau; Pingen (Erdlöcher) erinnern daran. Dann aber begann der Abbau unter Tage. Im 17. Jh. verarbeitet ein Hüttenwerk am Emsbach auswärtiges Eisen. Nach langer Unterbrechung wurde der Bergbau Mitte des 18. Jh. wieder aufgenommen und erreichte mit der Industrialisierung in der zweiten Hälfte des 19. Jh. seinen Höhepunkt. Zeitweise waren über 1600 Menschen aus der gesamten Region in den Gruben, der Aufbereitung, der Hütte und den Nebenbetrieben beschäftigt. Zuletzt wurde die 15. Tiefbausohle 900 Meter unter der Tagesoberfläche erreicht. 1945 kam der Bergbau durch Kriegseinwirkung zum Erliegen. 1959 wurde auch die Aufbereitung eingestellt. Heute erinnern nur noch wenige Überreste im Wald und in der Stadt, die wir auf unserer Wanderung teilweise erreichen.

Wanderung auf dem Rheinsteig

Am 24. November sind die Samstagswanderer mit Gerhard Spielmann auf dem Rheinsteig im Siebengebirge unterwegs. Gewandert wird von Niederdollendorf durch das Mühlental nach Kloster Heisterbach, Kuckstein/Oberkassel, durch den Ennert nach Küdinghoven, am Rheinufer entlang unter anderem nach Bonn. Dort kann der Weihnachtsmarkt besucht werden. Die Strecke ist bis zu 20 Kilometer lang, hat mäßige Höhenunterschiede, viel Wald und Aussichtspunkte. Die Wanderer treffen sich um 8.50 Uhr im Bahnhof Neuwied und fahren mit dem Zug nach Königswinter (Tagesticket). Für die Wanderung sind Rucksackverpflegung, festes Schuhwerk und wettergerechte Bekleidung erforderlich; eine Anmeldung ist nicht nötig.