Archivierter Artikel vom 18.06.2018, 11:24 Uhr
Kreis Neuwied

Marienstatt ist immer eine Pilgerreise wert

Eine Pilgergruppe aus den katholischen Pfarrgemeinden Neustadt, Horhausen und Peterslahr besucht am großen Wallfahrtstag die Abtei Marienstatt.

Das Bild zeigt einen Teil der Pilgergruppe aus den katholischen Pfarrgemeinden Neustadt, Horhausen und Peterslahr am großen Wallfahrtstag in Marienstatt. Ganz links auf dem Gruppenbild sind Achim Günther (Gemeindereferent) und Kaplan Jino Mathew zu sehen.
Das Bild zeigt einen Teil der Pilgergruppe aus den katholischen Pfarrgemeinden Neustadt, Horhausen und Peterslahr am großen Wallfahrtstag in Marienstatt. Ganz links auf dem Gruppenbild sind Achim Günther (Gemeindereferent) und Kaplan Jino Mathew zu sehen.
Foto: Sabine Heuser

Die Abtei Marienstatt ist ein Zisterzienserkloster und Wallfahrtsort in der Ortsgemeinde Streithausen, Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz. Sie liegt in einem Tal vier Kilometer von Hachenburg entfernt direkt an der Nister.

Das Gnadenbild von Marienstatt
Das Gnadenbild von Marienstatt
Foto: Sabine Heuser

Vor rund 550 Jahren entstand mit der Öffnung der Abteikirche auch für Laien eine rege Wallfahrtsbewegung, die die Wirren der Zeit bis heute überdauert hat. Täglich suchen einzelne Pilger und Pilgergruppen, Gäste und Besucher das Kloster mit dem Gnadenbild von Marienstatt auf. Vor der Schmerzhaften Muttergottes, einem Ort des Gebets und der Stille, tragen sie in Verbundenheit mit den Mönchen ihre Anliegen und Sorgen, aber auch ihren Dank für erfahrene Hilfe vor Gott und empfehlen dies der Fürsprache Mariens.

Allein 5000 bis 6000 Wallfahrer pilgern jedes Jahr zum großen Wallfahrtstag (Oktavtag von Fronleichnam) nach Marienstatt. Er geht zurück auf ein Pestgelübde, das nachweislich seit 1489 jährlich eingelöst wird. Bis heute haben Prozessionen aus den Pfarreien des Westerwaldes und des Siegtals, besonders aber von der Trierischen Insel, die Tradition der Eucharistiewallfahrt aufrecht erhalten.