Archivierter Artikel vom 18.10.2021, 12:53 Uhr
Leutesdorf

Johannesbund Leutesdorf im Wandel der Zeit

Der Johannesbund ist nun eine Laienbewegung.

Von 02631/953 96 0
Foto: Johannesbund Leutesdorf

Pater Haw, 1871 bis 1949, dachte bei der Gründung des Johannesbund Leutesdorf 1919 zusammen mit den Mitbegründern des Vereines an eine kirchliche Laienbewegung, mit der er sich den Aufgaben Obdachlosen, Suchtkranken und der im Leben an den Randgedrängten widmete. In diesen Dienst stellte er das Schriften- und Krankenapostolat wie auch die religiöse Weiterbildung von Laien.

Entgegen der eigenen Bestrebungen drängten Mitarbeiter auf die Gründung eigener Ordensgemeinschaften. 1928 wurde die Ordensgemeinschaft der Johannesschwestern von Maria Königin kanonisch, von Rom anerkannt, errichtet sowie 1948 die Ordensgemeinschaft Missionare vom heiligen Johannes dem Täufer. In den Kriegswirren wurde das gesamte Werk Johannesbund 1941 enteignet und beschlagnahmt. Am 11. September 1946 wurde der Johannesbund wieder begründet und eine neue Satzung verabschiedet und am 5. Oktober 1946 erlaubte die französische Militärregierung die Wiederaufnahme der Tätigkeit des Johannesbundes. Die neue Satzung des Vereins bezeichnete den Generalsuperior der Johannesmissionare als den Vorsitzenden und die Generaloberin der Johannesschwestern als Stellvertreterin. Erst eine Satzungsänderung 2005 sah eine freie Wahl für den Vorsitz und weitere Mitglieder des Vorstandes vor. Die Vertretung des Vorsitzenden sollte durch je eine Vertreterin/einen Vertreter durch die beiden Ordensgemeinschaften bestellt werden. De facto wurde jedoch der gesamte Vorstand bis auf die Schriftführerin und einem Beisitzer von Ordensleuten gestellt. Erst in diesem Jahr, in der Mitgliederversammlung vom 10. Juli, wurde der gesamte Vorstand bis auf die Stellvertreter durch Laien bestellt.

Mit großer Freude stellen wir an dieser Stelle den neuen Vorstand namentlich mit Funktion vor:

  • Vorsitzender: Scheidgen, Michael, Neuwied
  • Vorsitzende: Kranz, Getrud, genannt Schwester Gabriele Kranz, Neuwied
  • Vorsitzender: Pater Molzberger, Augustinus, Leutesdorf
  • Schatzmeister: Schneider, Erich, Leutesdorf
  • Schriftführer: Günther, Eduard, Neuwied
  • Beisitzer: Kemp, Wolfgang, Neuwied
  • Beisitzer: Siemens, Harry, Neuwied

So verwirklicht sich dann doch, was der Gründer Pater Haw ursprünglich anstrebte: der Johannesbund, eine Laienbewegung; oder wie es Professor Schmiedl in der wissenschaftlichen Lebensbeschreibung von Haw ausdrückt: „Pater Johannes Maria Haw, ein Pionier des Laienapostolats und Anwalt der Gestrandeten.“ Schwerpunkt heute ist für den Johannesbund die Arbeit mit Wohnungslosen, Obdachlosen und Alkoholikern oder Menschen, die sonst am Rand der Gesellschaft leben. Dazu hat der Johannesbund die Johannesbund gGmbH als Tochtergesellschaft ins Leben gerufen, die die Einrichtungen in Leutesdorf, Köln, Bonn und Neuwied leiten. Hinzu kommt ein Alten- und Pflegeheim in Weiterstadt und das Alten- und Pflegeheim für die eigenen Ordensleute in Neuwied Hüllenberg. Ansprechpartner: Pater Augustinus Molzberger unter Telefon 026531/976 20 5 und Michael Scheidgen unter Telefon 02631/953 96 0.