Archivierter Artikel vom 12.04.2018, 16:05 Uhr
Heimbach-Weis

Jede Provinz liebt ihren Dialekt

Die Bürgergemeinschaft Pro Heimbach-Weis zeigt Nachhaltigkeit in der Mundart.

Wer Dialekt spricht, ist nett, aber dumm, denken viele. Aber: Wer sich im Dialekt verständigt, kann im Vorteil sein. In manchen Gesellschaften wird Mundart gar zur Prestige-Sprache. So trafen sich am 11.April 20 Plattschwätzer oder welche, die es noch werden wollen, zum zweiten Heimbach-Weiser Mundartstammtisch im Gasthaus Zum Schwan, eingeladen durch die Bürgergemeinschaft Pro Heimbach-Weis.

Nach der Begrüßung durch den Ersten Vorsitzenden Sascha Fiedler wurde durch Karl-Fred Becker für einen spannungs- und temporeichen Abend gesorgt. Bei diesem Treffen wurden die Grundlagen für die zukünftige Verschriftungsweise gelegt mit dem Ziel, die Heimbach-Weiser Mundart in Schrift und Sprache für die Nachwelt in einem Buch festzuhalten.

Es geht dabei auch um Pflege der Mundart, um alte Heimbach-Weiser Wörter, Bezeichnungen und Redewendungen, die heute oft vergessen und in unserer Alltagssprache nicht mehr vorkommen. Es geht dabei nicht allein um Wörter und Redewendungen, die im alten Heimbach-Weis gesprochen worden sind, sondern da wird auch der Ursprung des Wortes nachgespürt, oft mit Unterstützung durch verschiedene Lektüren von Sprachwissenschaftler.

„Jede Provinz liebt ihren Dialekt: Denn er ist doch eigentlich das Element, in welchen die Seele ihren Atem schöpft.“ – Zitat Goethe

Zu guter Letzt waren alle Plattschwätzer hellauf begeistert und waren im Einklang, „dass die Heimbach-Weiser Mundart nicht verloren gehen darf“.

Der nächste Heimbach-Weiser Mundart Stammtisch findet am 20. Juni um 19 Uhr im Gasthaus Zum Siebenschläfer statt. Alle interessierten Plattschwätzer sind recht herzlichst eingeladen.