Archivierter Artikel vom 07.09.2020, 09:19 Uhr
Bad Hönningen

Jan Ermtraud im Gespräch mit Bundeslandwirtschaftsministerin über Wald, Weinbau und der ländliche Raum

Kahlflächen in den Wäldern müssen dringend neu bepflanzt werden. Wald und Rhein gehören zusammen.

Die Zukunft des Waldes, der Weinbau und die gleichwertigen Lebensbedingungen im ländlichen Raum, waren Gesprächsthemen zwischen Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und dem Bürgermeisterkandidaten Jan Ermtraud, der sich engagiert als Bürgermeister für die Verbandsgemeinde Bad Hönningen bewirbt.
Die Zukunft des Waldes, der Weinbau und die gleichwertigen Lebensbedingungen im ländlichen Raum, waren Gesprächsthemen zwischen Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und dem Bürgermeisterkandidaten Jan Ermtraud, der sich engagiert als Bürgermeister für die Verbandsgemeinde Bad Hönningen bewirbt.
Foto: privat

Die Zukunft des Waldes in der Verbandsgemeinde Bad Hönningen, die Herausforderungen im Weinbau und der ländliche Raum, waren die Themen im Gespräch zwischen Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und dem Ersten Beigeordneten der Ortsgemeinde Rheinbrohl, Jan Ermtraud, der sich als Bürgermeister für die Verbandsgemeinde Bad Hönningen bewirbt.

Der Zustand des Waldes im Kreis Neuwied bereiten Klöckner und Ermtraud große Sorgen. Mittlerweile seien etwa 2500 Hektar Kahlflächen entstanden. Bis Ende 2021 würden bis zu 4000 Hektar befürchtet, dies beträfe dann 25 Prozent der öffentlichen Waldflächen. Problem sei der Fichtenborkenkäfer und das dritte Dürrejahr in Folge. Auch andere Holzarten, wie Buchen, Eichen und Ahorn zeigen bereits Trockenschäden. Der wirtschaftliche Schaden, auch für die Kommunalwälder der Stadt Bad Hönningen und der Ortsgemeinde Rheinbrohl, sei enorm. „Nun gilt es rasch Konzepte zur Wiederbewaldung auf den Tisch zu legen. Dies ist mit Investitionen verbunden, aber der Wald ist ein wichtiges Kulturgut unserer Region, Bestandteil unseres Ökosystems sowie ein Ort der Ruhe und Erholung“, unterstrich Ermtraud. Er fordert zeitnah eine Wiederaufforstungsstrategie und notwendige Fördermittel für kommunale und private Waldbesitzer.

Die Novelle des Weingesetzes war für Ermtraud ebenfalls ein wichtiges Gesprächsthema. Es soll dazu führen, dass die deutschen Winzer ihren Absatz wieder steigern können und bessere Erlöse erzielen. Bundesministerin Klöckner: „Mit ihren tollen, lebendigen Weinen hier im Mittelrheintal stehen unsere heimischen Winzer im internationalen Wettbewerb. Mit der Änderung des Weingesetzes wollen wir dazu beitragen, die Marktanteile wieder auszubauen. Dabei steigen wir ein in ein neues System des Weinrechts, setzen auf eine stärkere Herkunftsprofilierung der Weine. Dieses System ist international sehr erfolgreich und bietet auch den Verbrauchern mehr Klarheit und Orientierung am Weinregal.“ „Mehr Wertschöpfung und bessere Vermarktungschancen für unsere heimischen Winzer. Dafür setze ich mich ein,“ betonte Ermtraud.

Die Entwicklung der ländlichen Region und die Schaffung von gleichwertigen Lebensbedingungen, sind auch für Ermtraud zentrale Themen für die Verbandsgemeinde Bad Hönningen. „Damit unsere Region mit den unterschiedlichen wirtschaftlichen und demografischen Herausforderungen attraktiv und vital bleibt, brauchen wir interessante Arbeitsplätze, Breitbandausbau, Digitalisierung sowie die notwendige Versorgungsstruktur mit guten Anbindungen,“ so Ermtraud. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat hierzu unterschiedliche Förderprogramme ausgerufen. „Das Schaffen von gleichwertigen Lebensbedingungen in den ländlichen Räumen wird letztendlich die Zukunft einer Region bestimmen“, unterstrich Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner. Sie freue sich auf neue Ideen aus der Region und innovative Ansätze.