Archivierter Artikel vom 21.02.2020, 10:48 Uhr
Kreis Koblenz

Interkommunale Zusammenarbeit am Beispiel der Zukunftsinitiative „StarkeKommunen – Starkes Land“

Auch Kommunen befinden sich im ständigen Wettbewerb untereinander. Erfolgsfaktor ist dabei, sich als Standort optimal zu positionieren, Alleinstellungsmerkmale herauszuarbeiten und Qualitäten sichtbar zu machen.

HöV Rheinland-Pfalz

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Dabei ist ein „Kirchturmdenken“ nicht zielführend. Kommunen machen sich gemeinsam auf den Weg. Integrierte Entwicklungsprozesse, zu denen auch die Zukunftsinitiative des Ministeriums des Innern und für Sport „Starke Kommunen – Starkes Land“ (SKSL) zählt, bieten hierfür motivierten Akteuren die Chance, ihre Kommune oder Region gemeinsam voranzubringen. Im Rahmen der Standortentwicklung wird insbesondere die interkommunale Kooperation zu einem wichtigen Instrument für erfolgreiche Kommunen und Regionen.

Unter Leitung des Dozententeams Ulrike Nauheim-Skrobek und Thomas Schäfer beschäftigten sich kürzlich Studierende der beiden Bachelorstudiengänge „Verwaltung“ und „Verwaltungsbetriebswirtschaft“ mit den Themen der interkommunalen Zusammenarbeit. So erarbeiteten die Studierenden am jeweils ersten Projekttag die Möglichkeiten zur Trägerschaft eines kommunalen medizinischen Versorgungszentrums nach dem Landesgesetz über die kommunale Zusammenarbeit (KomZG) und vertieften dabei ihre Kenntnisse rund um die Themen „Zweckvereinbarung“, „Zweckverband“ und „gemeinsame Anstalt des öffentlichen Rechts“.

Alessa Strubel, Projektmanagerin der Geschäftsstelle SKSL für das Städtenetz „Mitten am Rhein“, rundete den ersten Tag mit einem aufschlussreichen Vortrag über die interkommunale Zusammenarbeit im aus den Verbandsgemeinden Bad Breisig, Bad Hönningen, Linz am Rhein, Unkel, Vallendar und Weißenthurm sowie den Städten Andernach, Bendorf, Neuwied, Sinzig und Remagen gebildeten Städtenetz.

Am jeweils zweiten Projekttag wurden die Studierenden in der Geschäftsstelle des Städtenetzes bei der Verbandsgemeinde Bad Breisig vom Geschäftsstellenleiter, Bürgermeister Bernd Weidenbach, der Projektmanagerin Alessa Strubel und Büroleiterin Margit Schüller herzlich empfangen. Im ersten Teil des Tages stellten die handelnden Akteure die bisherigen Arbeiten zur verfolgten Leitidee der Standortentwicklung im Städtenetz vor. Ziel des Städtenetzes ist es, sich strategisch als Standort zwischen den Oberzentren Bonn und Koblenz zu positionieren, um die Sichtbarkeit und Standortqualität der Region zu erhöhen und vor allem eine zukunftsfeste Region aufzustellen.

Abschließend waren die Studierenden zur Ausarbeitung möglicher Kooperationsprojekte aufgerufen. Entlang der Themen „Wohnen“, „Tourismus“, „Digitalisierung“ und „Mobilität“ wählten Kleingruppen aus Studierenden beliebige Themen und formten diese mit dem Ziel der Verstetigung für das Städtenetz „Mitten am Rhein“ möglichst konkret aus.

Die Studierenden sowie das Dozententeam bedankten sich bei Bürgermeister Weidenbach, Projektmanagerin Alessa Strubel und Büroleiterin Margit Schüller für die hervorragende und vor allem sehr zeitintensive Begleitung der Projekttage durch die Geschäftsstelle und die ermöglichten Einblicke in die Praxis recht herzlich.