Archivierter Artikel vom 31.01.2019, 11:21 Uhr
Windhagen

Heimat- und Verschönerungsverein Windhagen mahnte zum insektenfreundlichen Gärtnern

Insekten sind für das Gleichgewicht der Ökosysteme unentbehrlich. Andere Gemeinden haben das verstanden und sind bereits in dieser Richtung tätig geworden.

Foto: Heimat- und Verschönerungsverein Windhagen

„Die Ausführungen von Uwe Hüngsberg, Vorsitzender des Bienenzuchtvereins Asbach und des Kreisverbandes Neuwied, können nicht ungehört verhallen“, so Marianne Steuer, Ratsmitglied der SPD im Windhagener Gemeinderat. „Wie inzwischen jeder weiß, sind Insekten für das Gleichgewicht der Ökosysteme unentbehrlich. Was können wir also als Gemeinde Windhagen für sie tun?“ In vielen anderen Gemeinden habe man diese Aufgabenstellung verstanden und sei tätig geworden.

Warum sollte es in Windhagen und im Asbacher Land nicht auch möglich sein, öffentliche Grünflächen, wie beispielsweise bisher ungenutzte Freiflächen, Begrenzungen an Parkplätzen sowie die großen Grünflächen um das Schulzentrum, der Kulturhalle und des Sportplatz herum, insektenfreundlich umzugestalten. Eine bunte Vielfalt von Kräutern und Wildblumen sind nicht nur als ein verbessertes Nahrungsangebot für viele Insektenarten, insbesondere die Bienen gut, sondern wären auch für das Auge ein wesentlich schönerer Anblick. Darüber hinaus würden auch die Pflegeintervalle verkürzt und Kosten eingespart. Die „langweiligen Rasenflächen“ müssen ja mehrfach im Jahr gemäht werden.

Der Feststellung, dass angesichts der zunehmenden Versiegelung des Bodens und des bedrohlichen Artensterbens dringender Handlungsbedarf gegeben sei, pflichtete auch SPD-Fraktionssprecher Dr. Thomas Stumpf bei, der die Diskussion in Fraktion und Partei aufnehmen will. Dabei wäre wünschenswert, wenn sich auch die ansässigen Landwirte an der Einleitung möglicher Unterstützungsmaßnahmen beteiligen würden, indem sie Ackerrandstreifen mit Wildblumen anlegen würden. Marianne Steuer und Thomas Stumpf sind überzeugt: “Eine allgemeine Erhöhung der Pflanzenvielfalt würde uns auf dem Weg zu einem umweltfreundlichen und zukunftsfähigen Dorf sicherlich weiterbringen“.