Neuwied

GTRVN war wieder auf Leverkusentour

Eigentlich ist es nicht spektakulär über die alljährliche Tagestour des Gymnasial-Turn-Ruderverein Neuwied (GTRVN) nach Leverkusen zu berichten.

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Foto: GTRV Neuwied

In diesem Jahr ist es allerdings doch etwas Besonderes. Es ist nämlich die erste Traditionstour, die überhaupt in diesem Jahr durchgeführt werden konnte. Üblicherweise hat der Großteil der Teilnehmer nach den langen Wanderfahrts-Wochenenden im Frühjahr bereits das Fahrtenabzeichen des Deutschen Ruderverbands für das laufende Jahr in der Tasche, nicht so in diesem Jahr. Alle sind froh, dass mit der Leverkusentour endlich ein Stück Normalität ins Ruderjahr einkehrt und hoffen, dass die fehlenden Kilometer für das Fahrtenabzeichen nun im zweiten Halbjahr 2020 errudert werden können.

Kürzlich starteten neun GTRVN-Ruderer morgens um 8 Uhr in einem ungesteuerten und einem gesteuerten Vierer bei angenehmen Morgentemperaturen rheinabwärts. Im „Andernacher Loch“ war das Wasser glatt wie selten. Bei leichtem Schiebewind bewegte sich die GTRVN-Flotte zum ersten Zwischenziel nach Bad Honnef. Nach einer kurzen Frühstückspause ging es zügig weiter an Bonn vorbei bis nach Mondorf, wo die im schützenden Hafen gelegene Anlegemöglichkeit des Niederkasseler Rudervereins genutzt wurde, um die Mittagspause einzulegen.

Die Weiterfahrt in Richtung Köln gestaltete sich zunächst recht beschwerlich, da der Wind ordentlich aufgefrischt hatte und zum Leidwesen der Rudersportler nicht immer aus der günstigsten Richtung wehte. Dennoch erreichten die beiden GTRVN-Boote bereits um 16.15 Uhr den Bootssteg des RTHC Bayer-Leverkusen bei Stromkilometer 695. Am Neuwieder Pegelturm war man bei Kilometer 608 gestartet, so dass das Kilometerkonto eines jeden Teilnehmers um stattliche 87 km angewachsen war. Unter den Teilnehmern befanden sich zwei Marathonruderer, für die die Tagestour vermutlich nur eine Spazierfahrt war, aber alle anderen waren berechtigterweise stolz auf ihre Leistung.

In der Bootshausgaststätte stärkte man sich nach getaner Arbeit. Als krönenden Abschluss kamen die Teilnehmer bei der Rückfahrt nach Neuwied in den Genuss der ersten offiziellen Fahrt mit dem neu angeschafften Vereinsbus. Wenn das nicht ein würdiger Tagesabschluss war! Fahrer und Gefahrene zeigten sich zufrieden mit dieser ersten längeren Testfahrt. Bleibt zu hoffen, dass das neue Gefährt pfleglich behandelt wird und viele Wanderfahrten und Regatten schadlos überstehen wird.

Bericht von: Bettina Grzembke