Archivierter Artikel vom 09.05.2019, 13:59 Uhr
Neuwied

GTRVN nahm erneut erfolgreich an der EUREGA teil

Kürzlich fand die 28. Auflage der Europäischen Rhein-Regatta EUREGA statt. Erneut trafen sich Ruderer zahlreicher Vereine, um sich in reinen Vereinsbooten oder in Renngemeinschaften im fairen sportlichen Wettkampf zu messen.

Das Foto zeigt die Besatzung des Riemenvierers
von links Melvin Hauschild, Jonas Effert, Stm. Jonas Köhlinger, Fabian
Schönhütte und Ruben Falkenburg.
Das Foto zeigt die Besatzung des Riemenvierers von links Melvin Hauschild, Jonas Effert, Stm. Jonas Köhlinger, Fabian Schönhütte und Ruben Falkenburg.
Foto: GTRV Neuwied

Zur Auswahl standen traditionell wieder die Langdistanz über 100 Kilometer von St. Goar nach Bonn und die „Kurzstrecke“ über 45 Kilometer von Neuwied nach Bonn. Der Gymnasial-Turn-Ruder Verein Neuwied (GTRVN) war bei dieser Traditions-Langstreckenregatta auch in diesem Jahr wieder stark vertreten, drei reine GTRVN-Boote sowie Markus Müller, Aushängeschild des Vereins in Sachen Marathonrudern, stellten sich der sportlichen Herausforderung. Leider spielte bei dieser Regatta im Gegensatz zu den letzten Jahren das Wetter nicht mit. Kälte, Niederschläge mit Graupel und Hagel und starker Gegenwind führten zu extrem schwierigen und unangenehmen Bedingungen. Kein Wunder also, dass hier keine Bestzeiten möglich waren.

Das Foto zeigt die Mixed-Mannschaft mit Steuerfrau Kathleen Proca, Helene Weißenfels, Uli Groß, Sandra Gundlach und Axel Gundlach.
Das Foto zeigt die Mixed-Mannschaft mit Steuerfrau Kathleen Proca, Helene Weißenfels, Uli Groß, Sandra Gundlach und Axel Gundlach.
Foto: GTRV Neuwied

Markus Müller startete auf der 100 Kilometer-Distanz im bewährten Team mit den Ruderkameraden Michael Ehrle, Stefan Verhoeven, Hendrik Nagel und Steuerfrau Anne Lang. Die Renngemeinschaft lieferte sich ein packendes Rennen mit den Dauerrivalen um das Ehepaar Jonischkeit, die sich für die EUREGA unter anderem mit Tim Grohmann verstärkten, der sich 2012 Olympisches Gold im Doppelvierer sicherte. Auf den letzten Kilometern konnte das Team um Markus deutlich Boden gut machen, musste sich am Ende aber doch in der Zeit von 5:31:33 Stunden denkbar knapp mit dem Rückstand von nur 3:30 Minuten auf das Siegerboot mit Platz zwei begnügen. Eine fantastische Zeit bei diesen Witterungsbedingungen. Der Rückstand auf den Sieger bedeutet auf die 2000 Meter-Distanz heruntergerechnet gerade einmal vier Sekunden Unterschied.

Ähnlich erging es dem Riemenvierer in der Besetzung Ruben Falkenburg, Jonas Effert, Fabian Schönhütte, Melvin Hauschild und Steuermann Jonas Köhlinger auf der 45 Kilometer-Strecke. Das GTRVN-Boot ging das Rennen beherzt an, befand sich lange Zeit in Schlagdistanz zum führenden Boot der Neuwieder Ruder-Gesellschaft (NRG) und musste sich am Ende äußerst knapp mit einem Abstand von etwa eineinhalb Minuten geschlagen geben.

Ein engagiertes Rennen lieferte auf der “Kurzstrecke" auch das GTRVN-Nachwuchsboot in der Besetzung Kilian Schwager, Robert Gundlach, Vincent Lessing, Julian Schüttler und Steuerfrau Luisa Jäger. Kurz vor der Regatta musste die Besetzung noch fast komplett durchgetauscht werden mit dem Ergebnis, dass die Besetzung nicht einmal in der EUREGA-Besetzung vor der Regatta trainieren konnte. Das Ergebnis ist ein hervorragender vierten Platz in einer stark besetzten Jahrgangsklasse, hauchdünn hinter dem Drittplatzierten. Bei Berücksichtigung der ganzen Umstände eine Leistung, die nicht hoch genug bewertet werden kann.

Den erfolgreichen Auftritt des GTRVN vervollständigte auch in diesem Jahr wieder das bewährte EUREGA-Mixed-Boot in der Besetzung Uli Groß, Helene Weißenfels, Sandra und Axel Gundlach sowie Steuerfrau Kathleen Proca. Das Team startete in diesem Jahr zum ersten Mal in der Altersklasse Masters E und erreichte einen respektablen dritten Platz. Diese Altersklasse hatte das Pech, als letzte Startklasse in Neuwied zu starten. Die über den gesamten Mittag schlechter werdenden Wetterbedingungen trafen das GTRVN-Boot hart, drei heftige Hagelschauer auf der Strecke sowie massiver Gegenwind auf den letzten zehn zähen Kilometern hinter Nonnenwerth forderten ihren Tribut. Mit dem dritten Platz in einer ebenfalls starken Konkurrenz war das Boot um Obmann Uli Groß zufrieden. Die Zeit, die deutlich hinter der Zeit aus dem letzten Jahr lag, war das Team allerdings nicht ganz glücklich. Nebenbei: mit der erzielten Zeit hätte das GTRVN-Boot in der Altersklasse Masters C, in der noch im letzten Jahr gestartet wurde, sogar den zweiten Platz errungen.

So sah man auch in den Reihen des GTRVN durchgehend zufriedene Gesichter, auch wenn es in diesem Jahr ausnahmsweise mal nicht zu einem Tagessieg gereicht hat. Auch der Veranstalter zeigte sich zufrieden, allein aufgrund der Tatsache, dass trotz der widrigen Umstände alle Starter das Ziel in Bonn unbeschadet erreicht hatten. Alle Teilnehmer wurden auch wieder mit dem begehrten EUREGA-Finisher-T-Shirt belohnt, dieses Mal in blau und dem Motto „Welcome To The Rowpublic!“ in gelber Schrift. Trotz aller Strapazen kann man davon ausgehen, dass der GTRVN auch im nächsten Jahr wieder eine schlagkräftige Truppe in die EUREGA-Rennen entsenden wird. Der Veranstalter ist wieder für die reibungslose Organisation zu loben.