Archivierter Artikel vom 09.07.2019, 15:06 Uhr
Feldkirchen

Feldkirchener Sozialdemokraten reisten nach Marburg

Unter dem Motto Kultur und Politik führte der diesjährige Ausflug der Feldkirchener Sozialdemokraten unter der Leitung der Ortsverband-Vorsitzenden Hannelore Gröhbühl nach Marburg

Auf dem Foto scharen sich die Teilnehmer der Feldkirchener SPD-Fahrt um den Marburger Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (links im Bild).
Auf dem Foto scharen sich die Teilnehmer der Feldkirchener SPD-Fahrt um den Marburger Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (links im Bild).
Foto: SPD Feldkirchen

Dort empfing der Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies die Teilnehmer im historischen Rathaussaal. „Haus, Ziege, Studenten, dann geht’s den Marburgern gut“, lautete ein Jahrhunderte altes Credo bei der Ansprache des Stadtoberhauptes. Wobei dann schon ein aktuelles kommunalpolitisches Thema angeschnitten war, das allerorten ein drängendes Thema ist, der Wohnungsbau. Dabei muss Marburg mit in Deutschlands ältester protestantischer Universität besonders auf Perspektiven und Traditionen achten.

Er wies in diesem Zusammenhang auf eine autoarme Innenstadt und auf das gelungene Zusammenleben der Generationen hin. Besonders stolz war er auf das „soziale Herz Deutschlands“. 1500 freiwillige Helfer kümmerten sich 2015 um die Geflüchteten und die Solidarität und eine gute Debattenkultur hielten bis heute, so der sozialdemokratische Oberbürgermeister.

Das Bekenntnis zu einem offenen Gemeinwesen prägen die beiden Städte Neuwied und Marburg, was Hannelore Gröhbühl in ihrer Dankesrede für den herzlichen Empfang an OB Dr. Spies unterstrich. Zeugen doch in beiden Städten das Miteinander unterschiedlicher Kulturen von der Freiheit und Toleranz seit vielen Jahrhunderten.

Eindrucksvoll präsentierten die Stadtführer am Nachmittag ihr Marburg. Breiten Raum nahm dabei die Geschichte der ungarischen Königstochter Elisabeth ein, die vor über 800 Jahren sich Marburg als Landgräfin Elisabeth als Witwensitz auswählte und durch ihre sozialen Taten als Heilige Elisabeth weltberühmt wurde. Schon kurze Zeit nach ihrem Tode wurde Marburg eine der bedeutendsten Wallfahrtsstätten des Abendlandes. Und die Marburger erkannten schon bald die wirtschaftliche Bedeutung der Pilgerströme und bauten kurzerhand den ersten Steinweg von der über dem Grab der Heiligen Elisabeth erbauten Kirche bis zur Stadtmitte.

Es blieb auch noch genügend Zeit für die Teilnehmer der SPD-Fahrt, das Landgrafenschloss und die Philipps-Universität auf eigene Faust zu erkunden. Den Abschluss des ereignisreichen Tages bildete die Einkehr in einem Landgasthaus, dem ältesten Steinhaus Limburgs. Dabei waren sich die Teilnehmer einig, dass sie eine gelungene Symbiose zwischen Politik und Kultur mit der SPD Feldkirchen erlebt haben.