Archivierter Artikel vom 02.11.2018, 11:27 Uhr
Neuwied

FDP-Kreisverband Neuwied beim Wahlabend für die Landesvertreterversammlung RLP: „Europa ist unsere Zukunft – eine andere haben wir nicht“

Die Delegierten, die an diesem Abend gewählt wurden, sollen auf dem Landesparteitag der FDP die Kandidaten für die Europawahl bestimmen.

Das Bild zeigt das Mitglied des Landtags, Thomas Roth, bei seiner Rede beim Wahlabend zur Landesvertreterversammlung der FDP Rheinland-Pfalz des Kreisverbands Neuwied.
Das Bild zeigt das Mitglied des Landtags, Thomas Roth, bei seiner Rede beim Wahlabend zur Landesvertreterversammlung der FDP Rheinland-Pfalz des Kreisverbands Neuwied.
Foto: FDP-Kreisverband Neuwied

„Die großen Herausforderungen, vor denen wir stehen, zwingen uns alle zur Zusammenarbeit. Sie können nicht im Sinne des alten nationalstaatlichen Denkens von den einzelnen Ländern allein bewältigt werden.“ Dieser Ausspruch Helmut Kohls galt lange Zeit als Selbstverständlichkeit und Allgemeingut in der deutschen und europäischen Politik. „Nur noch Wenige, die den Schrecken des Krieges erlebt haben, können uns heute als mahnende Zeitzeugen dienen“, bezog sich FDP-Kreisvorsitzender Alexander Buda bei der Wahl zur Landesvertreterversammlung zur Europawahl in Neuwied auf den „Vater der Einheit“. „Längst sind Parteien, wie die AfD, am Werk und arbeiten daran unser Land aus Europa herauszuführen und wieder in einen völkischen Nationalstaat zu verwandeln“, so Buda weiter. Europa habe Deutschland 73 Jahre Frieden gebracht, das gerate heutzutage zunehmend in Vergessenheit.

Die Delegierten, die an diesem Abend gewählt wurden, sollen auf dem Landesparteitag der FDP die Kandidaten für die Europawahl bestimmen. „Europa ist unsere Zukunft, und es ist höchste Zeit, dass wir Ja zu dieser Zukunft sagen“, erklärte MdL Thomas Roth, Abgeordneter des Fachbereichs Europa“, in seiner Rede anlässlich der Veranstaltung. Roth weiter: „Auch in Zukunft habe wir Aufgaben zu bewältigen, die ohne die EU nicht zu lösen wären.“ In seinem Grußwort spannte der Landtagsabgeordnete einen großen Bogen über die aktuellen Themen der Europapolitik wie den Brexit, aber auch, was Europa für Rheinland-Pfalz und seine Kommunen bedeutet. „In der laufenden Haushaltsperiode der EU erhalten die rheinland-pfälzischen Regionen circa 600 Millionen an Fördermitteln“, hob Roth hervor. „Der freie Warenverkehr macht die Exporterfolge der Unternehmen im Westerwald erst möglich“, zeigte das Mitglied des Landtages auf.

Auch die FDP-Bundestagsabgeordnete Sandra Weeser aus dem Wahlkreis Neuwied/Altenkirchen schickte ein Grußwort per Videobotschaft aus Berlin: „Es ist die Gefahr, dass wir uns in Europa auseinanderdividieren lassen“, mahnte Weeser bezüglich der angesprochenen nationalistischen Tendenzen in Europa. Es sei Aufgabe der Freien Demokraten, sich stark zu machen gegen nationalstaatlichen Chauvinismus und rückwärtsgewandtes Denken.

„Europa ist unsere Zukunft – eine andere haben wir nicht“, schloß Buda den Wahlabend mit einem Genscher-Zitat. Es sei unabdingbar sich für ein starkes, freiheitliches Europa einzusetzen.