Archivierter Artikel vom 05.04.2019, 11:33 Uhr
Asbach

FDP-Gesundheitspolitikerin Nicole Westig besucht Kamillus-Klinik in Asbach

Bei einem Besuch in Asbach hat sich Nicole Westig über die Arbeit der DRK Kamillus-Klinik informiert.

Foto: FDP Kreisverband Neuwied

Begleitet wurde die pflegepolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion von Alexander Buda, dem Vorsitzenden des FDP Kreisverbandes Neuwied. Die Kamillus Klinik hat einen neurologischen Schwerpunkt und hat sich unter anderem auf die Behandlung von Multipler Sklerose spezialisiert. Nach dem Prinzip „Alles aus einem Guss“ arbeitet die Klinik dabei eng mit Ergotherapeuten, Logopäden und Musiktherapeuten zusammen. Im Gespräch mit dem ärztlichen Direktor Dr. Dieter Pöhlau ging es auch um die Zukunft der ärztlichen Versorgung in ländlichen Gebieten. Über Telemedizin, Fernmedien und virtuelle Brillen könne in Zukunft Kompetenz auch in kleine, ländliche Kliniken gebracht werden, um diese zu erhalten. „Kompetenz muss nicht zwangsläufig vor Ort sitzen, sondern nur vor Ort sein“, so Dr. Pöhlau. Während sich der Arzt zufrieden über die Unterstützung der Kommunalpolitik zeigte, wünschte er sich von der Bundespolitik eine Verbesserung der Qualität von Heilmitteln und die Einrichtung von Rehabilitationszentren, die direkt an die Kliniken angeschlossen sind. „Ich bin beeindruckt zu erleben, wie gut die Kamillus-Klinik mit dem Schwerpunkt der MS-Behandlung aufgestellt ist. Den Hinweis von Dr. Pöhlau zu fehlenden Beratern für MS, wie es sie bereits für Diabetiker gibt, greife ich gern auf, um nach entsprechender politischer Unterstützung zu fragen“, so Westig im Anschluss an den Besuch.

Auch Alexander Buda war beeindruckt von der Arbeit der Klinik, die in Asbach einer der größten Arbeitgeber ist. „Als FDP vor Ort sehen wir die Kamillus-Klinik nicht nur als wichtiges Standbein in der Versorgung unserer Bevölkerung, sondern auch als bedeutenden Wirtschaftsfaktor. Deswegen unterstützen wir auch die Weiterentwicklung des Sondergebietes Klinik zur Ansiedlung weiterer Anbieter im Gesundheitswesen“, so Buda. Im Anschluss besuchten die Politiker den Pflegedienst Bernardy, ein Familienunternehmen, das aktuell eine Tagespflege mit 13 Plätzen im frisch renovierten Alten Asbacher Pfarrhaus einrichtet, und diskutierten mit der Inhaberin Marion Bernardy über das Thema Fachkräftemangel. Die Pflege-Unternehmerin setzt dabei vor allem auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und kommt ihren Mitarbeiterinnen bei der Organisation ihrer Arbeitszeit soweit wie möglich entgegen. „Wir würden sehr gern einen kleinen Betriebskindergarten einrichten, doch dies ist aufgrund hoher bürokratischer Hürden leider nicht möglich“, bedauert Bernardy.