Archivierter Artikel vom 01.07.2019, 10:20 Uhr
Linz

Eifelverein Ortsgruppe Linz wanderten zu den Harzer Hexen und dem Teufel

Acht wunderschöne und abwechslungsreiche Tage verlebten 19 Teilnehmer der Ortsgruppe Linz in Bad Harzburg in Niedersachsen.

Das Foto zeigt die Wandergruppe bei den Brockenkindern in Schirke.
Das Foto zeigt die Wandergruppe bei den Brockenkindern in Schirke.
Foto: Eifelverein Linz

„Mit dem Hotel Seela in Bad Harzburg hatten unsere Wanderführer eine sehr gute Wahl getroffen, alles war perfekt. Unsere Wanderführer hatten wieder schöne Wandertouren ausgesucht, bei denen für jeden etwas dabei war.

Anreise nach Bad Harzburg im Harz war dienstags. Nach der langen Auto- und Zugfahrt trafen wir uns am Nachmittag im Hotel, die Zimmer wurden bezogen und schon hieß es, es wird sich noch die Beine vertreten, was auch gut tat.

Unsere Wanderführer hatten sich etwas Besonderes zur Einstimmung in die Wanderfreizeit ausgedacht, eine kurze Wanderung zwischen Wipfeln und dabei etwas über die heimische Flora und Fauna erfahren. Der Baumwipfelpfad in Bad Harzburg machte es möglich und es ging hoch hinaus. Zurück gingen wir durch das Kalte Tal mit seinen Buchenwäldern und naturnahen Bachlauf zurück zum Hotel.

Am zweiten Tag war eine gemeinsame Rundwanderung in Schierke geplant, unter dem Motto – Abenteuer Einsamkeit – über den Pfarrstieg zu den Brockenkinder, die Zeterklippen, am Schierker Feuerstein Felsen vorbei zurück nach Schirke. Eine Wanderung durch stimmungsvollen Hochwald ebenso, wie durch vom Waldtod geprägte Höhen. Glanzpunkte waren die aussichtsreichen Felsen am Weg.

Sonnenschein und herrliche Weitsicht hatten wir am dritten Tag, es ging hoch hinaus. Wir wanderten von Torfhaus über den Goetheweg zum Brocken (1141 Meter), den Abstieg vom höchsten Berg des Harzes wandern wir über den Teufelssteig nach Bad Harzburg. Vier von der Gruppe fuhren mit der Brockenbahn zurück.

Am Freitag war Ruhetag und wir hatten Bilderbuchwetter, denn es war eine Fahrt nach Goslar geplant. Der Vormittag stand zur freien Verfügung, um sich die Stadt anzusehen. Um 14 Uhr hatten unsere Organisatoren eine Stadtführung organisiert, “Auf den Spuren der Goslarer Gose„ wir erlebten nicht nur Stadtgeschichte, sondern wurden zum Bierkenner des einheimischen gebrauten Bieres. Fachwerkromantik und Bierhistorie sowie der Genuss einer frisch gezapften Gose hatten uns begeistert. Sonnenschein am fünften Tag und eine Wanderung, Herz was willst du mehr. Wir wanderten auf dem Kaiserweg in Bad Harzburg. Auf diesem Weg folgten wir längst vergangenen Hoheiten durch die reizvolle Landschaft am Großen Burgberg und im Radautal zum Radau-Wasserfall.

Erneut schönstes Wanderwetter am sechsten Tag. Wir wanderten durch das schönste Tal des Harzes. Auf den Spuren der Hexen ging es durch das Bodetal, den “Grand Canyon„ des Harzes. Die wilde, schroffe Landschaft macht dieses Tal zu einer der herausragenden Wandergegenden des Harzes. Der Glanzpunkt kam natürlich zum Schluss. Wir wanderten mit teuflischem Gefühl auf dem Harzer Teufelsmauerstieg, wo uns bizarre Naturschönheit und eine sehr alte, bis heute lebendige, Kulturlandschaft begegneten. Auf dem Rückweg machten wir noch einen Abstecher zur Burg- und Festungsruine Regenstein.

Alles Schöne hat ein Ende, auch unsere Wanderfreizeit. Nach dem Frühstück verabschiedete sich schon eine kleine Gruppe um die Heimfahrt anzutreten. Der Rest unternahm noch eine kurze interessante Rundtour um das große Torfhausmoor mit botanischen und faunistischen Glanzpunkten.

Bevor dann auch die Heimreise angetreten wurde, gab es noch einen gemeinsamen Abschluss in Form von kühlen Getränken und einem kleinen Imbiss auf der Alm. Auf unseren Wanderungen erfreuten uns unsere beiden Musikanten Regine und Hans mit ihrem Spiel auf der Mundharmonika.

Wir durften acht herrliche und abwechslungsreiche Tage bei schönstem Wanderwetter in Bad Harzburg verbringen, wo sich der Harz mit seinen schroffen Granitklippen und knorrigen Bergfichten, nebligen Moore und murmelnden Bachtäler mit seiner wilden Schönheit zeigte.

Aber auch eine erschreckende Kehrseite haben wir erlebt: Im gesamten Nationalpark Harz sterben Fichtenforste in großem Umfang ab, zumeist in der letzten Stufe durch die Borkenkäfer dahingerafft.

Danke an unsere Wanderführer Irmhild und Berthold für eine gelungene Wanderfreizeit in Bad Harzburg.“