Archivierter Artikel vom 03.07.2019, 08:54 Uhr
Niederfischbach/Mudersbach

Pfarreiengemeinschaft Niederfischbach/Mudersbach entsandte Abordnung zur Priesterweihe nach Trier

Projektchor der Pfarreiengemeinschaft gestaltete Weihegottesdienst mit.

Der Projektchor im Trierer Dom.
Der Projektchor im Trierer Dom.
Foto: Karl Zimmermann, Mudersbach

Der Aufruf von Pfarrer Christoph Kipper im Februar-Pfarrbrief der Pfarreiengemeinschaft Niederfischbach-Mudersbach war gehört worden, denn unter der Leitung von Petra Böer, Mudersbach, hatten sich zum 26. Februar zahlreiche Sänger aus den bestehenden Kirchenchören und weiteren Interessierten zur ersten Probe im Pfarrheim Mudersbach eingefunden und ab dann sich fieberhaft auf den „großen Tag“ vorbereitet.

Nicht nur für Diakon Sebastian Kühn, alleiniger Weihekandidat zur Priesterweihe am Pfingstsamstag, im Hohen Dom zu Trier, war dieser Tag ein Glanzpunkt im bisherigen Lebenslauf. Auch die Sänger des Projektchores, die sich schon früh von der Trierischen Insel in Richtung Bistumssitz in Trier aufgemacht hatten, waren hoch angespannt, denn sie durften sich auf die Mitgestaltung des Weihehochamtes unter Leitung von Bischof Stephan Ackermann freuen. Die Chororgel intonierte Thomas Maiworm während die Hauptorgel von Domorganist Josef Still gespielt wurde. Die Schola des Bischöflichen Priesterseminars Trier stand unter der Leitung von Kantor Mathias Kremer.

Sebastian Kühn, der aus Eppelborn-Calmesweiler, wie er meint dem Herzen des Saarlandes, stammt, hat für seine Weihe den Leitsatz „Für uns Menschen und zu unserem Heil“ aus dem Credo gewählt. Bischof Ackermann ging in seiner Predigt auf diese Thematik ein.

Für die Festgemeinde im Dom war das Eingangslied zum Hochamt „Wir wollen alle fröhlich sein“ Aufforderung und Verständnis zugleich. Auch die Mitwirkenden im Gottesdienst ließen sich davon anleiten und so wurde für den erwählten Kandidaten die Anrufung des Heiligen Geistes als Unterstützung empfunden. Nach der Lesung aus dem Römerbrief setzte der Projektchor mit dem Antwortpsalm auf der Textgrundlage von Psalm 100 mit „O be Joyful in the Lord“ von Charles Villiers Stanford das Ausrufezeichen zum Text.

Nach dem Vortrag aus dem Johannes-Evangelium verstand es Bischof Stephan Ackermann seine Gedanken zum Heil als Berührung mit dem Heiligen zu formulieren. Der Priester soll das Heil zum Programm machen, sich aber nicht mit dem Heilsbringer Jesus Christus verwechseln. Der Priester darf aber mit seinem Dienst immer wieder an diese Zusage „für uns Menschen und zu unserem Heil“ erinnern.

Nach dem Weiheritus und dem Anlegen des Messgewandes warf der Projektchor mit „Will you come and follow me“ von John Trenney die Fragen auf, die sich wohl jeder stellt, der in der Nachfolge Christi sich engagieren möchte. Mit der Salbung der Hände, der Übergabe von Hostienschale und Kelch und dem Aufnahmegruß führte der Bischof Sebastian Kühn in die Gemeinschaft der Priester am Altar ein. Zur Gabenbereitung sang der Projektchor das Sanctus und Agnus Dei aus der Missa brevis in C von Robert Jones und mit dem Ave Verum von Edward Elgar schloss der Projektchor seine musikalische Mitgestaltung.

Mit dem Danklied „Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen“ und dem Schlusslied „Lasst uns erfreuen herzlich sehr“ lichtete sich nicht nur der Weihrauchnebel und mit der Orgelsymphonie Nr. 6 von Charles-Marie Widor entließ Domorganist Josef Still die Festgemeinde in Richtung Innenhof des Priesterseminars. Hier war zur Stärkung alles vorbereitet und die Gäste nutzten die Gelegenheit den Neupriester Sebastian Kühn zu seinem Priesteramt zu beglückwünschen und Geschenke auszuhändigen. Für den Projektchor endete der Tag in Trier mit der Dankandacht in der Jesuitenkirche. Hier spendete Sebastian Kühn den Primizsegen für die Gottesdienstgemeinschaft und auch für interessierte Einzelpersonen.

Die Rückfahrt auf die Trierische Insel gestaltete sich kurzweilig, gab es doch von den gewonnenen Eindrücken viel Gesprächsstoff zu verarbeiten. Es scheint, als wäre mit dem Projektchor die Pfarreiengemeinschaft um ein weiteres Stück zusammen gewachsen, denn im Gedankenaustausch kamen die Trierfahrer sich näher. Die Mitfahrer freuen sich schon auf die ersten Gottesdienste mit Kaplan Sebastian Kühn in der Heimatpfarrei als auch in der Pfarreiengemeinschaft Niederfischbach-Mudersbach. Sein künftiger Wirkungsort wird die Pfarrei in Speicher sein.