Archivierter Artikel vom 09.11.2018, 10:34 Uhr
Betzdorf

Oberstufenschüler erhalten Einblicke in den Tourismus im Siegtal

Interessante Gesprächsrunde für die Schüler der MSS 12 der IGS Betzdorf-Kirchen.

Es ist noch nicht allzu lange her, als in Medien davon berichtet wurde, dass der Landkreis Altenkirchen touristisch stärker unter der Marke „Westerwald“ vermarktet werden soll. Der Friesenhagener oder der Niederfischbacher als Westerwälder? Als Tourist in die Verbandsgemeinden Betzdorf-Gebhardshain und Kirchen reisen? Betzdorf-Kirchen, eine Region mit touristischem Potential? Unter anderem diesen Fragen gingen die Schüler des Leistungskurses Erdkunde der MSS 12 der IGS Betzdorf-Kirchen mit ihrem Fachlehrer Herrn Schneider und Frau Stockschläder sowie Herrn Hof, Mitarbeitern der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain beziehungsweise der Verbandsgemeinde Kirchen im Bereich Tourismus, in einer interessanten Gesprächsrunde nach. Die Grundlagen wurden bereits im Unterricht gelegt, doch für die Konkretisierung vor Ort erwuchs im Unterricht die Idee, Experten einzuladen, weshalb die beiden Verbandsgemeindemitarbeiter die Schule gerne besuchten.

Nach einer allgemeinen Einführung erläuterte Frau Stockschläder der Lerngruppe, dass die Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain die Tourismusförderung auf die Verbandsgemeinde übertragen haben, um eine bessere Koordinierung und Vermarktung herstellen zu können. Dabei übernehmen sowohl Betzdorf-Gebhardshain als auch Kirchen das Tourismuskonzept des Westerwald-Touristik-Service in Montabaur. Nicht undiskutiert blieben dabei die Fragen, welche Rolle die räumliche Distanz zwischen der im Süden des Westerwaldes gelegenen Stadt Montabaur und dem Gebhardshainer oder Wildenburger Land im Norden oder aber die teils fehlende Identifikation als Westerwälder spielen.

Dass der Tourismus im Westerwald eine nicht unbedeutende wirtschaftliche Rolle spielt, wenn zum Beispiel ein touristischer Jahresumsatz von circa 530 Millionen Euro bei 19 Millionen Tagesgästen und 11.000 Vollzeitarbeitsplätzen gemacht wird, blieb dabei unbestritten. Die Region weise mit der Grube Bindweide, dem Druidenstein, Schloss Crottorf und weiteren naturräumlichen, historischen und kulturellen so genannten Points of Interest zahlreiche touristische Highlights auf, die es nun noch besser zu vermarkten gelte, so Frau Stockschläder und Herr Hof. Zu den Wander- und Radwanderwegen wie zum Beispiel dem Druidensteig, dem Natursteig Sieg oder dem noch nicht vollständig fertiggestellten Siegtal-Radweg werden in der kommenden Zeit umfassende Konzepte erstellt. All diese Aspekte sollen, so Frau Stockschläder und Herr Hof, jedoch nicht nur für Gäste, sondern auch für die Einheimischen ausgebaut werden, denn letztlich seien sie und damit auch die Schüler der IGS Betzdorf-Kirchen die Botschafter des Westerwaldes. Mit der Aufforderung der beiden Verbandsgemeindemitarbeiter, die Schüler mögen sich in ihren Gemeinden und der Region engagieren, endete der informative und kurzweilige Einblick in den Tourismus der Verbandsgemeinden Betzdorf-Gebhardshain und Kirchen.