Archivierter Artikel vom 12.06.2019, 09:28 Uhr
Altenkirchen

„Let´s Dance“ ertanzte in Kroatien fantastische Platzierungen

Schüler des „Let´s Dance“ wurden zum 31. Mal Weltcup-Sieger.

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Wenn das „Let´s Dance“ auf die Reise geht, dann hat das meist nur einen Grund: Irgendwo auf der Welt wartet wieder ein anspruchsvoller Wettbewerb auf die ohnehin vielfach preisgekrönten Schüler der Altenkirchener Tanzschule. So war es auch kürzlich, als sich 63 Kinder und Jugendliche und ihre 40 Betreuer mit Bus, Auto und Flugzeug in Richtung Porec in Kroatien aufmachten, um erneut am Weltcup „Dance Star 2019“ teilzunehmen.

„In dieser Woche wurde auf zwei Bühnen von morgens bis abends getanzt. Zum ersten Mal hatten wir auch einige Papas mit dabei, und die waren alle begeistert“, erzählt Viktor Scherf, der Leiter der Tanzschule. Da es in Deutschland im Vorfeld keine Möglichkeiten gab, sich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren, erledigten die Gruppen dies vor Ort. „Fast 400 Tänzer aus deutschsprachigen Ländern haben zwei Tage lang vorgetanzt. Wir haben elf Tänze präsentiert und sind mit allen qualifiziert worden.“ Die Altenkirchener eroberten im Wettbewerb letztlich dreimal den zweiten Platz und sieben Mal den ersten Platz, eine Traumquote. „Wir sind nun zum 31. Mal Weltcup-Gewinner“, freut sich Scherf. Besonders die berühmten Folklore-Choreografien konnten die Jury überzeugen: „Wir haben in dieser Kategorie über 100 Punkte erreicht. Die Juroren haben tatsächlich mitgeklatscht.“

Neben den tollen Auszeichnungen war es vor allem die Atmosphäre, die den „Dance Star“ unvergesslich machte. „Wir haben unter anderem in einem sehr schönen Jugendhotel gewohnt. Kinder, Lehrer und Eltern wurden in dieser Zeit zu einer großen Familie“, sagt Scherf. Leider kam es nicht zur Teilnahme an der großen Gala-Nacht, für die insgesamt 20 der besten Choreografien nominiert wurden. „Wir mussten samstagsmorgens schon zurückfahren und konnten nicht mehr an der abendlichen Veranstaltung auftreten“, bedauert Scherf. Und noch einen Wehrmutstropfen gab es: die hohen Teilnahmegebühren. 14.000 Euro hat es die Schule gekostet, mit dabei sein zu können, ein Betrag, der vor allem von den Eltern getragen wurde. Das macht Viktor Scherf wütend: „Es wird von Jahr zu Jahr teurer.“

Doch der inzwischen international bekannte Tänzer und Choreograph geht seinen eigenen Weg. Über Pfingsten sind seine Schüler erneut zu einem Wettbewerb aufgebrochen, zur „Neuen Welle 2019“ in Duisburg, einer Meisterschaft, die Scherf mit einer befreundeten Kollegin organisiert hatte. 53 Tanzschulen konnte Scherf dort begrüßen, und abgesehen von weit geringeren Kosten ging niemand leer aus. „Alle Kinder bekommen bei diesem Wettbewerb Geschenke. Wir haben vorher alleine weit über 400 Kuscheltiere zusammen bekommen.“ Viktor Scherf bleibt also seinem Ansatz treu, dass Höchstleistungen bei Kindern und Jugendlichen nur möglich sind, wenn sie sich gut aufgehoben und wertgeschätzt fühlen. Dieses Konzept ist der Garant dafür, dass die „Let´s Dance“ Schüler wohl auch in Zukunft die Siegertreppchen der Tanzwelt erobern werden.