Archivierter Artikel vom 08.03.2018, 09:10 Uhr
Flammersfeld

Im Raiffeisenland unterwegs

Gruppe "Wandern im Gebhardshainer Land unternahm einen informativen Wandertag.

Foto: Wandern im Gebhardshainer Land

Zum Auftakt einer Wanderung in der Verbandsgemeinde Flammersfeld hatte die Gruppe "Wandern im Gebhardshainer Land“ die Gelegenheit das dortige Raiffeisenhaus zu besichtigen. Der Leiter des Hauses, Herr Josef Zolk, gab den Wanderern in seinem Vortrag einen Überblick über das Leben und Wirken des großen Sozialreformers Friedrich Wilhelm Raiffeisen. In Hamm an der Sieg 1818 geboren, wurde er nach seiner Militärzeit im damaligen Preußen, 1845 in Weyerbusch und von 1848 bis 1852 zum Bürgermeister von Flammersfeld ernannt. Eine weitere Station war Heddesdorf bei Neuwied. Während dieser Zeit erkannte er die große Not der Landbevölkerung. In Weyerbusch gründete er den „Weyerbuscher Brodverein“ und in Flammersfeld den „Hülfsverein zur Unterstü-tzung unbemittelter Landwirte“. Daraus entwickelte sich die Genossenschaftsidee die heute in Deutschland und vielen Ländern der Welt erfolgreich ist und Raiffeisen zu einem der bekanntesten Westerwälder machte.

Die anschließende Wanderung führte die 25 Teilnehmer von Flammersfeld aus, an mehreren Fischteichen vorbei, nach Ahlbach und weiter durch eine Talaue nach Hahn. Unterwegs gab es schöne Aussichten über den Unterwesterwald bis zum Siebengebirge. Weiter, durch ein sehr schönes Waldgebiet mit auffällig vielen Ilex-Gewächsen, geht es in Richtung Püscheid. Abwärts zum Ahlbach und wieder aufwärts wird Kaffroth erreicht. Eine mächtige, 1000-jährige Eiche (Naturdenkmal) mit einem Stammumfang von fast acht Metern in ein Meter Höhe, lud zu einer Rast ein. Am Belkertshof vorbei mit sehr schönen Fachwerkgebäuden wurde im letzten Aufstieg Rott und anschließend, nach etwa zwölf Kilometer, der Ausgangspunkt in Flammersfeld wieder erreicht. Die Schlusseinkehr in der Hubertushöhe beendete, trotz eisiger Temperaturen, einen sehr schönen informativen Wandertag.