Archivierter Artikel vom 25.03.2019, 16:21 Uhr
Wissen

Heimische Tierwelt zum Greifen nah

Im Rahmen des Waldtierprojektes der Schneckengruppe, der katholischen Kindertagesstätte Adolph Kolping aus Wissen, besuchten 15 Schneckenkinder kürzlich den Tierpark in Niederfischbach.

Foto: Katholische Kindertagesstätte Adolph-Kolping

Trotz Regen und Sturm war dieser Besuch für alle Beteiligten, auch für die Erzieherinnen und einigen Elternteile, mit viel Freude verbunden. Die unmittelbare Begegnung mit lebenden und noch dazu großen und kleinen Tieren, die man nur aus dem Bilderbuch oder dem Fernsehen kennt, stoß auf großes Interesse.

Foto: Katholische Kindertagesstätte Adolph-Kolping

Zu Beginn des Ausfluges erfreuten sich die Kinder an sehr zutrauliche Bisamratten, die uns auf Schritt und Tritt verfolgten. „Oh, das ist aber ein großer Biber und der kann ja sogar schwimmen.“ Auch Marderhunde kamen verschlafen aus ihren Höhlen um uns zu begrüßen und sich stolz zu zeigen. „Das ist aber ein komischer Waschbär, vielleicht sieht der jetzt so aus, weil Winter ist.“ Diese und viele andere Theorien stellten die Kinder auf, worauf sie später ihr Wissen erweitern konnten. Heimische Haustiere wie Meerschweinchen, Kaninchen, Hühner, Rinder und Co. durften natürlich nicht fehlen. Es wurde alles genau unter die Lupe genommen.

Zwischenzeitlich konnten wir uns mit selbst mitgebrachten Frühstück in der Tierparkgaststätte stärken, denn das war wichtig. Auf die Kinder und Erzieher wartete noch ein besonderer Glanzpunkt. Ziel war die große Wiese oberhalb des Tierparkes. Wer uns dort erwartete? Falkner Marco Wahl und sein Team. Schnell wurden die Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt und „Koda“, der Mäusebussard präsentierte sein Können. Die Schneckenkinder konnten ihr Glück kaum glauben, sie durften selbst einmal Falkner sein. Mit einem großen Handschuh und etwas Futter gaben sie Koda das Signal zu sich auf die Hand zu fliegen. Eine große Portion Mut gehörte dazu, aber Marco Wahl und sein Team boten den Kindern so viel Sicherheit, dass sich fast jedes Kind traute. Nach dieser einmaligen Aktion präsentierte uns Herr Wahl noch „Hubert“, die Schneeeule, „Hugo“, der Uhu und „Lotta“, die Schleiereule. Er vermittelte den Kindern mit viel Humor Hintergrundwissen, indem sie zeitgleich die Tiere streicheln und berühren durften. Zum Schluss kam noch ein wuscheliges Frettchen, was jedem unter die Nase gehalten wurde, da es einen besonderen Duft besitzt: süßer Honigduft. „Ich dachte das stinkt nach Stall,“ gab ein Kind zu.

Zum Abschied bekam jedes Kind noch eine Feder. Die Falknerei sorgte mit ihrem besonderen Glanzpunkt des Ausfluges für ein unvergessliches Erlebnis. Sodas selbst der Regen und der Sturm in Vergessenheit gerieten. Wir bedanken uns recht herzlich bei dem Tierpark Niederfischbach. Für das Engagement der Mitarbeiter und die flexible Änderung der Öffnungszeiten und der Falknerei. Dieses Ausflugsziel wird den Schneckenkindern noch lange in Erinnerung bleiben und ist für groß und klein sehr empfehlenswert.