Ingelbach/Kreisgebiet

futureING 2021: Oberstufenschüler schnupperten Ingenieurs-Luft bei der Firma Karl Georg

Morgens einen frisch gemahlenen Kaffee trinken und dann mit dem Auto, Bus oder Zug zur Arbeit beziehungsweise Schule fahren: Das ist für viele selbstverständlich, wäre aber ohne den Maschinenbau gar nicht denkbar.

Die Teilnehmer beim Betriebsrundgang durch die Hallen der Firma Karl Georg.
Die Teilnehmer beim Betriebsrundgang durch die Hallen der Firma Karl Georg.
Foto: Kreisverwaltung

Ob in der Automobilindustrie, dem Schienenverkehr, bei der Luft- und Raumfahrt, Elektronikindustrie oder im Bereich Erneuerbarer Energien: nahezu in allen Bereichen spielen Maschinen und Anlagen eine wichtige Rolle. Die Arbeitsmöglichkeiten von Ingenieuren sind somit vielfältig und die Berufschancen insbesondere im Landkreis Altenkirchen, als klassische Maschinen- und Metallbauregion, hoch. Doch der Fachkräftemangel ist auch hier mehr als spürbar. Umso wichtiger ist es, technikinteressierte Jugendliche für ein Maschinenbaustudium zu begeistern. Daher veranstaltet die Wirtschaftsförderung Kreis Altenkirchen seit mehr als zehn Jahren erfolgreich den Workshop futureING.

Auch in diesem Jahr fand er in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Werkstoffsysteme für den Fahrzeugleichtbau der Universität Siegen unter Professor Dr. rer. nat. Robert Brandt statt. Als Gastgeberunternehmen hieß die Firma Karl Georg in Ingelbach acht Oberstufenschüler aus dem Kreis willkommen. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Wirtschaftsförderung informierte Dr.-Ing. Thomas Reppel, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Siegen, in seinem Vortrag „Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen und Co.: Technik in all ihren Facetten“ über die verschiedenen Möglichkeiten des Maschinenbaustudiums und präsentierte den Schülern die Studieninhalte, Aufgabengebiete und berufliche Perspektiven. Ein passendes Praxisbeispiel lieferte Martin Lindner, ebenfalls wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl, mit seinem Vortrag zum Thema Leichtbau. Verständlich erklärte er den Schülern, wieso die Leichtbauweise wichtig ist, welche verschiedenen Arten existieren und was der Mensch sich dabei für Konstruktionsvorbilder aus der Natur abgeschaut hat. Neben der Theorie kam auch die Praxis an diesem Tag nicht zu kurz: In kleinen Experimenten führte die studentische Hilfskraft Franziska Kneisel vor, wie Werkstoffe auf Risse und Fehler im Inneren geprüft werden können und wie sich Materialien trotz starker Verformung an ihre frühere Formgebung erinnern können, man spricht von so genannten Formgedächtnislegierungen.

Als besonderer Glanzpunkt erwartete die Teilnehmer ein Betriebsrundgang durch die Hallen der Firma Karl Georg. Über das Unternehmen und dessen Produkte hatte Geschäftsführer Tim Winkel die Schüler in seinem Vortrag zuvor informiert. Zum Abschluss berichtete der frisch gebackene Maschinenbauingenieur Daniel Bräul von seinen Erfahrungen während des dualen Maschinenbaustudiums bei der Firma Karl Georg. Dabei betonte er besonders die vielen Vorteile und guten Berufschancen, die ein duales Studium in diesem Bereich mit sich bringt. „Der Mangel an Fachkräften ist auch hier bei uns angekommen. Wir möchten jungen Menschen zeigen, welche Chancen sie mit einer Ausbildung oder einem dualen Studium in unserem Unternehmen erhalten“, so Michael Gulden, Personalleiter bei Karl Georg. Auch die Wirtschaftsförderung appellierte an die Schüler, sich über die Berufsmöglichkeiten und Unternehmen in der eigenen Heimat zu informieren.