Archivierter Artikel vom 26.07.2021, 12:54 Uhr
Altenkirchen

Förderkindergarten Weyerbusch zu Besuch bei „PferdeStärken“ in Pracht

Pavel, Delano und Novi als Therapeuten und Mutmacher.

Pferde sind Herdentiere, die in einem Sozialverband mit festen Strukturen leben. Sie besitzen wunderbare Charaktereigenschaften, die beim therapeutischen Reiten von großem Vorteil sind. Sie sind sensibel, einfühlsam und absolut authentisch. Weiterhin haben sie ein sehr feines Gespür für menschliche Befindlichkeiten. Sie bewerten, bestrafen oder bemitleiden nicht. Im Rahmen der „Erlebniswelt Pferdestall“ besuchten zwölf Kinder und vier Fachkräfte sowie Zusatzpersonal des Förderkindergarten Weyerbusch, Kristina Kentnofski (Dipl. Heilpädagogin/Reit- und Voltigiertpädagogin) von „PferdeStärken“ und ihre drei Pferde in Pracht. Entstanden ist dieses Projekt während der aktuellen Corona Pandemie. Das jährliche Freizeitangebot mit Übernachtung der Lebenshilfe konnte nicht wie gewohnt stattfinden. Stattdessen wurde überlegt, mit welchen Möglichkeiten man eine Corona-konforme Alternative gestalten kann. Wichtig war hier, eine größtmögliche Teilhabechance aller Kinder.

Von 8.30 bis 11.30 Uhr durften die Kinder fünf Tage lang vielseitige Erfahrungen rund ums Pferd sammeln. Bevor es losgehen konnte, wurden zunächst wichtige Regeln im Umgang mit den Pferden erläutert. So war es beispielsweise wichtig für die Kinder zu wissen, dass man nicht hinter den Pferden herlaufen sollte und lautes Schreien die Tiere erschrecken kann. Nach einem täglichen gemeinsamen Frühstück konnten alle gestärkt starten. Um allen Kindern einen bestmöglichen und ruhigen Rahmen zu bieten, wurden die Kinder in zwei Kleingruppen unterteilt. Im Wechsel konnten die Kinder reiten, den ortsansässigen Spielplatz besuchen oder kleinere Stallarbeiten erledigen. Einige Kinder waren vom ersten Tag an Feuer und Flamme für die Pferde. Andere wollten sich erst einmal langsam beschnuppern. Bei schönstem Sonnenschein war sogar ein Ausflug zum nahegelegenen Bachlauf möglich. Barfuß ging es durch den Bach und auf dem Rücken der Pferde durch einen Tunnel im Wald. Hier haben die Kinder sogar ein Einhorn entdeckt. Nach dem Motto von Kristina Kentnofski “Nichts muss, alles kann„ bewiesen die drei Therapiepferde Pavel, Delano und Novi nicht nur starke Nerven, sondern wurden für einige Kinder auch zum Mutmacher. Am Ende der Zeit stand für alles fest: “Wir kommen wieder!„ “Wir bedanken uns bei Kristina Kentnofski für ihre fachkundige Begleitung, bei den sympathischen Helferinnen und natürlich bei den drei unerschütterlichen Therapiepferden."