Archivierter Artikel vom 25.04.2019, 15:14 Uhr
Fensdorf

Fensdorfer Kinder läuteten traditionsreich Ostern ein

Einige alte Osterbräuche werden bis heute in den Orten gepflegt. So hat sich auch in Fensdorf der Brauch des Osterklapperns erhalten.

Die Kinder des Ortes ziehen ab Gründonnerstagabend mit ihren Klappern und Ratschen, die teilweise über Generationen in Familienbesitz sind, durch die Straßen, um an das Schweigen der Kirchenglocken zu erinnern. Auch die dorfeigene Glocke schweigt von Gründonnerstagabend bis Karsamstag.

Das Fensdorfer Backesteam würdigte diese im Ort über Jahrzehnte nie ausgestorbene Tradition in diesem Jahr mit einem ansprechenden Begleitprogramm zum Start an Gründonnerstagabend. Bereits im Vorfeld hatten die Kinder Holz für ein kleines Osterfeuer gesammelt. Das Abbrennen jedoch fiel aus Sicherheitsgründen leider dem zu starken Wind zum Opfer. Die Klapperkinder kamen trotzdem auf ihre Kosten, durften sie doch nach der Klapperrunde durchs Dorf ihr eigenes Stockbrot an großen Feuerkörben backen. Auch wenn es anfangs noch relativ viel „Schwarzbrot“ gab, entstanden im Laufe des Abends – oft auch mit väterlicher Unterstützung – schmackhafte Ergebnisse. Außerdem gab es herzhaften Fleischkäse aus dem Backes als kulinarische Ergänzung.

Obwohl die Kinder auch ohne Begleitprogramm jedes Jahr mit Eifer dem alten Brauch des Klapperns nachgehen, verlangen die gute Resonanz und der Eifer der Klapperkinder nach einer Wiederholung der gelungenen Aktion, vielleicht im kommenden Jahr an Karsamstag, nach der letzten Klapperrunde durchs Dorf.