Archivierter Artikel vom 31.10.2018, 15:34 Uhr
Kirchen

Erzählcafé beim Offenen Frauentreff der kfd Kirchen

Die kfd Kirchen hatte erstmals im Rahmen eines Offenen Frauentreffs zu einem Erzählcafé eingeladen.

Foto: kfd Kirchen

Maria Ebel begrüßte ganz herzlich die Gäste und verlas einen Text mit dem Titel „Früher war alles besser!?“. Der Text berichtete von einem Opa, der die Welt nicht mehr verstehen kann. Er schwärmt von den alten Zeiten, denn damals war – seiner Meinung nach – alles noch schön. Luft und Wasser waren noch rein, Bienensummen und Kuckucksrufe waren noch zu hören, die Umwelt war noch voll im Lot. Der alte Mann beklagte sich auch darüber, dass sich heutzutage alles um Fortschritt, Reichtum und Gewinn dreht. Glaube, Güte und Gebete, Recht und Ordnung sind für ihn dahin.

In den sich anschließenden Gesprächen der Teilnehmerinnen kam aber deutlich zum Ausdruck, dass früher nicht alles unbedingt besser war. Für die Älteren noch in Erinnerung sind die schlimmen Jahre der NS-Zeit: Krieg, Hunger und Not. Die Frauen tauschten Erinnerungen aus, diskutierten lebhaft und steuerten Beiträge aus eigener Erfahrung bei. Auch die Nachkriegszeit hatten viele noch vor Augen: Trümmerfrauen, Wiederaufbau und die Aufnahme von Flüchtlingen. Arbeiten ohne Maschinen, wie wir sie kennen, war beschwerlich. Erziehung im Elternhaus und in der Schule gestaltete sich konträr zur heutigen Zeit. Familienfotos, Fotos von der Einschulung und aus der Ausbildung wurden rundgereicht. Alle Teilnehmerinnen hatten Gelegenheit, einmal ungezwungen und ganz locker Geschichten zu den Bildern von früher zu erzählen.

Bei Kaffee und Kuchen, dazu mitgebrachte alte Sammeltassengedecke, war die Vergangenheit an diesem Nachmittag lebendig geworden. Ein Segensgebet „Gottes Segen male dein Leben bunt…“ gesprochen von Ingrid Böllstorff rundete die schöne Veranstaltung ab.