Archivierter Artikel vom 01.12.2021, 13:26 Uhr
Weidenthal

Wiedersehen der Pfadfinderschaft Süddeutschland

„Nun Freunde, lasst es mich einmal sagen: Gut wieder hier zu sein, gut euch zu sehen.“ Schon vor vielen Jahren hat Hannes Wader, eine Ikone der deutschen Liedszene, von dem auch die Pfadfinder viele Lieder singen, diese Verse gedichtet.

Von vorstand@stamm-treverer.de
Foto: Dieblicher Pfadfinder

Selten trafen sie die Situation so gut, wie neulich an einem verlängerten Wochenende. Die Pfadfinderschaft Süddeutschland und viele Freunde trafen sich endlich wieder zum Herbstseminar, welches im Jahr 2020 digital stattfinden musste. Die Freude war groß und das Otto-Riedmüller-Haus in Weidenthal begrüßte alle mit offenen Türen. Vor dem vegetarischem Borschtsch am Donnerstagabend richteten alle ihre Zimmer ein, erkundeten das Gelände und landeten anschließend entweder in der Singerunde oder beim Filmklassiker „Sissi – die junge Kaiserin“.

Am nächsten Morgen gab es vor der Morgenrunde um 8.45 Uhr ein herausragendes Essensbuffet und anschließen den ersten Seminarblock. Hier besuchten einige Pfadfinder ein nahes Klärwerk, spielten „Warlock“ oder stellten Käse her. Nach der mittäglichen Brotzeit mit Gurkensalat regte ein Pfadi-Training die Verdauung an bis um 15 Uhr der zweite Teil mit Tape, Korken, Tanz, Gitarre und Aktivismus an den Start ging. Bis zum Abendessen trudelten immer mehr Teilnehmende ein, das Haus füllte sich und die Küche beglückte im Speisesaal mit Kuskus und Kürbisgemüse. Darauf füllte sich wieder die feurig vorgeheizte Holzjurte mit vielen Singenden und Instrumente-Spielenden.

Zur Morgenrunde sahen sich dann endlich alle Pfadfinder aus Berlin, Bremen, Koblenz, Dieblich, Trier, Mainz, Oberkirch, Karlsruhe, Bruchsal, Ahrweiler, Fulda, Aachen und vielen anderen Städten zum ersten Mal im Hellen. Den Samstagvormittag füllten die Vorbereitungen zum Russlandaustausch, Griechische Mythologie, Siebdruck oder Bollywood Dance. Auf die Mittagspause folgte das Stricken von Stirnbändern und Mützen, Nähen sowie Irish Pub Dance. Die Vorfreude aufs Abendessen war hier bereits groß. Denn jede teilnehmende Person wusste mittlerweile, dass am letzten Abend die Herbstseminar-Küche immer all ihre Geschütze auffuhr.

Es gab ein Fünfgänge-Menü mit Rote-Beete-Tartar an Feldsalat und Knoblauchsuppe als kalte beziehungsweise warme Vorspeise. Darauf ein Zitronen-Thymian-Sorbet zum Anregen des Appetits. Und schließlich den Hauptgang mit Reisplatte und überbackenem Selerie oder Köfte. Die Kreation wurde von Pumpkin Pie als Nachspeise abgerundet. Ein riesiger Dank galt der Küche.

Direkt folgte der nächste Glanzpunkt des Wochenendes: Die beste Singerunde der PSD seit zwei Jahren! Bis weit in die Nacht – oder wohl eher bis zum nächsten Morgen – wurde gesungen, gelacht und geredet.

Verschlafen aber sehr glücklich ging es in den letzten Seminarblock und zu Halstuchknoten, Internetseiten, brasilianischem Jiu-Jitsu oder Aquarellen. Darauf musste leider – das Herbstseminar ging rasend schnell vorbei – das letzte Mittagessen verspeist und aufgeräumt werden. Die Verabschiedung erfolgte traditionell im großen Abschlusskreis und nach vielen Umarmungen fuhren die PKWs sowie Züge wieder in alle Himmelsrichtungen davon. Überall verbleiben schöne Bilder im Kopf, die Vorfreude aufs nächste Herbstseminar 2022 schaffen.

„Bist Du gerne vielfältig und kreativ mit Freunden tätig? Dann informiere Dich weiter im Internet unter www.stamm-treverer.de oder sende eine E-Mail an vorstand@stamm-treverer.de. Jedes Alter ist bei uns herzlich willkommen!“