Archivierter Artikel vom 15.08.2018, 11:08 Uhr
Münstermaifeld

Viel Energie, unfassbar schöne Aussichten und ein Kartenspiel ohne Ende

Gelungene Zeltlagerfreizeit des Dekanates Maifeld-Untermosel an der Ardèche in Südfrankreich.

„Lass uns noch schnell eine Runde spielen!“ In Windeseile finden sich einige Leute zusammen und es wird gespielt. Uno oder auch egal was. Von morgens früh bis abends spät und wieder von vorne. Im Allgemeinen fanden die 28 Jugendlichen, die mit sieben Teamern während der Sommerferien zwei Wochen an der Ardèche in Südfrankreich verbrachten, flott zu einer Gemeinschaft zusammen. Viele waren zum wiederholten Male dabei. Was aber die Faszination an der Landschaft nicht schmälerte: „Auch nach vier Jahren Ardèche bin ich jedesmal aufs Neue von der fantastischen Schlucht beeindruckt“, meinte eine Teilnehmerin. Kein Wunder, ragen die Felswände der Schlucht an einigen Stellen über 300 bis sogar 700 Meter in die die Höhe. Während der zweitägigen Kanufahrt schaut man nach oben und kommt aus dem Staunen nicht mehr hinaus.

Die wilden Schluchten und die einsamen Felsen der Ardèche-Region bescherten den Jugendlichen des Dekanates Maifeld-Untermosel viele solche unbeschreiblichen Momente: Sie entdeckten unterirdische Räume mit Stalagniten und Stalaktiten, verbrachten Minuten in völliger Dunkelheit, mussten sich vom Licht leiten lassen und sich Licht teilen und hörten in die Stille der Höhle hinein. „Das werde ich niemals vergessen!“ so ein Teilnehmer der Freizeit.

Zu den Höhlen kamen wilde Schluchten: Canyoning im Chassezac: über Felsen rutschen, von Klippen springen, enge Spalten überwinden, in Wasserfällen abgeseilt werden: das schweißt zusammen, findet eine Teilnehmerin: „Unseren guten Zusammenhalt habe ich besonders beim Canyoning gemerkt: Immer wenn man Hilfe brauchte, bekam man sofort eine helfende Hand gereicht. Das hat echt super geholfen!“

Herzstück der Freizeit ist die zweitägige Kanutour: Vorbei an atemberaubend schönen Felsformationen, an denen sich das Wasser spiegelt. Und dann die Stromschnellen, die viele zum Kentern brachten. Zum Schluss sind alle stolz darauf, die Tour gepackt zu haben.

Die Gruppe mochte es insgesamt sportlich und hatte viel Energie: Das tägliche 7-Minuten-Training wurde zum festen Bestandteil der Freizeit und erheiterte manch einen Campingplatzbewohner. Darüber hinaus war die Zeit im Camp geprägt von fantastischen 3-Gänge-Menüs, von Jugendlichen in Kleingruppen einander präsentiert. Und am lauschigen Hausstrand mit tollen Schwimm- und Springmöglichkeiten fand jeder zwischendurch Zeit zum Entspannen.

Eine perfekte Abwechslung zum Naturerlebnis bot die quirlige, mittelalterliche Stadt Avignon, oder das schönen Örtchen Balazuc. Aber dann zog es die Gruppe schnell wieder in die Natur. Genauer: 125 Meter unter die Erde, in die riesige, wunderschöne Höhle Aven D´Orgnac. Auch boten Wanderungen mit einigen Leuten weitere Einblicke in die faszinierende Felslandschaft.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dankten am Ende dem Team für die fantastischen Tage und Erlebnisse: Gabriel Ackermann, Mischa Feld, Maria Ackermann, Sebastian Lossen, Marvin Pfingst, Michelle Zipplies und Pastoralreferentin Elisabeth Zenner. Diese bedankte sich, dass zuverlässige, hoch qualifizierte junge Leute ihren Urlaub und ihre freie Zeit opfern, um anderen Menschen unvergessliche Erfahrungen zu ermöglichen. Und auch ohne Kreissparkasse und Lotto wäre ein solches Programm nicht möglich gewesen wäre.

Nach der Freizeit ist also vor der Freizeit: 2019 wird sie vom 24. Juli bis zum 6. August stattfinden. Die Termine der weiteren Freizeiten, die im Dekanat Maifeld-Untermosel angeboten werden, finden sich in Kürze unter www.ju-mu.com