Archivierter Artikel vom 07.03.2018, 15:13 Uhr
Mülheim-Kärlich

Trauernden Kindern Halt geben

Konzeptionstag der kommunalen Kindertagesstätten. Die Verbandsgemeinde Weißenthurm bildet Erzieher fort.

Die Kitas führen jährlich zwei Konzeptionstage durch, an denen alle Erzieher der kommunalen Kindertagesstätten teilnehmen.
Die Kitas führen jährlich zwei Konzeptionstage durch, an denen alle Erzieher der kommunalen Kindertagesstätten teilnehmen.
Foto: Verbandsgemeindeverwaltung Weißenthurm

Am 26. Februar fand in der Rheinlandhalle Mülheim-Kärlich der Konzeptionstag der kommunalen Kindertagesstätten in der Verbandsgemeinde Weißenthurm statt. An der Fortbildungsmaßnahme mit dem Thema „Tod & Trauer“ nahmen rund 170 Erzieher der acht Einrichtungen teil. Geleitet wurde die Veranstaltung durch den Diplom-Sozialpädagogen und Familienberater Falk Gerlach, welcher bereits seit vielen Jahren bei der Volkshochschule der Verbandsgemeinde Weißenthurm als Dozent im Bereich der Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher tätig ist.

Die Thematik „Tod & Trauer“ ist in den Kindertagesstätten immer wieder präsent. Sei es, dass geliebte Haustiere oder im schlimmsten Fall Familienmitglieder versterben. In der Erfahrung des Todes werden an ein Kind Anforderungen gestellt, für die es noch zu jung ist, die es auf Grund seines Entwicklungsstandes noch nicht bewältigen kann. Die Erzieher müssen die Spannungen aushalten, die sich aus diesem Einschnitt ergeben. Sven Normann, Leiter des Kindertagesstättenbereiches der Verbandsgemeindeverwaltung Weißenthurm, weiß, dass die Kita-Mitarbeiter bei diesem Thema oft an ihre pädagogischen Grenzen geraten: „Aufgabe der Kindertagesstätte ist es, den gegensätzlichen Stimmungen Raum zu geben, die Freude und die Trauer zu akzeptieren, die Wut und die grenzenlose Neugierde zu tolerieren. Nur dann entsteht für das trauernde Kind ein sicherer Boden allseitiger Akzeptanz, welche für die Bewältigung der Trauer notwendig ist.“

Durch die fachliche Methodik des Dozenten Falk Gerlach, dem gemeinsamen einrichtungsübergreifenden Austausch der Erzieher sowie themenaufgreifende Filme und Literatur hat der Konzeptionstag dazu beigetragen, zukünftig mit dem Thema „Tod & Trauer“ individuell und altersgerecht umgehen zu können, damit die Kinder in den verschiedenen Trauerphasen bestmögliche Unterstützung im Kita-Alltag erfahren.

Bürgermeister Georg Hollmann betonte, dass mit solchen Fortbildungsmaßnahmen die Erzieherinnen und Erzieher in ihrer vielfältigen Arbeit unterstützt werden sollen: „Mit den internen Schulungen sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kindertagesstätten mit interessanten Themen stets auf einem aktuellen Wissensstand gehalten werden, sie sollen mit Informationen versorgt und ihnen sollen Handlungskompetenzen vermittelt werden. Der kollegiale Austausch soll hierbei ebenfalls gefördert werden.“