Archivierter Artikel vom 04.11.2021, 09:05 Uhr
Weißenthurm

SPD gelingt Auftakt: „Pizza und Politik“ zur Zukunft des Sports

Sport hält gesund, vereint Generationen und kennt keine Einkommensklassen.

Foto: SPD VG Weißenthurm

Doch läuft alles glatt auf den Plätzen und in den Hallen? Wie haben unsere Vereine „Corona“ verkraftet und welche Investitionen sind notwendig, damit Sport attraktiv bleibt? 16 Anwesende haben kürzlich im Restaurant Zeidan in Mülheim-Kärlich diskutiert. Zum Meinungsaustausch lud die SPD Verbandsgemeinde Weißenthurm einige Sportvereine aus der gesamten Verbandsgemeinde ein.

Die Anwesenden diskutieren eifrig über die Zukunft des Sports in der VG.
Die Anwesenden diskutieren eifrig über die Zukunft des Sports in der VG.
Foto: SPD VG Weißenthurm

Klaus Herbel, Vorsitzender der SPD, begrüßte alle Gäste herzlich. Unter der Moderation von Nick Quint, aus Kettig, gelang der inhaltliche Einstieg über vier praxisnahe Inputs. Stephan Schuth hielt einen Ausblick über den Zustand des Fußballs in Mülheim-Kärlich und generell. Kurt Schüller ergänzte praktische Ausführungen aus den spezifischen Bereichen Hallensport und Leichtathletik in Urmitz. Der St. Sebastianer Henning Reif, Fußball-Schiedsrichter beim Profi-Nachwuchs, sensibilisierte die Anwesenden für das dicke Fell, welches die Referees auf dem Platz zeigen müssten. Den abschließenden Input hielt Tennisspieler Achim Bermel, der auch auf die gesundheitlichen Vorzüge des Tennis zu sprechen kam.

Zur offenen Runde wurden die versprochenen Gratis-Pizzen serviert. Bei Speis und Trank ging es ans Eingemachte: Aus der Diskussion heraus waren die Gäste eingeladen, Probleme oder Ziele auf Moderationskarten zu vermerken. Hier eine Auswahl der Themen: „Wir haben mitunter Probleme, junge Menschen für den Sport bei uns zu gewinnen. Wir könnten mehr leisten“, schilderte Josef Bartz vom Turnverein Bassenheim ein eher verbreitetes Problem. Als Lösungsansatz teilten die Vereine den Vorschlag, dass ein beworbener Schnuppertag helfen könne. Andreas Mattlener von der SG2000 in Mülheim-Kärlich kam auf das „Kirchturmdenken“ in der Sportlandschaft zu sprechen. Er wünsche sich mehr gegenseitige Rücksichtnahme, ergänzte aber, dass es der SG2000 insgesamt gut ginge. Momentan beschäftige man sich vor allem mit dem Hybridrasenplatz, der sehr abgenutzt sei. Mit Kunstrasen mache man bessere Erfahrungen. Ein zentrales Anliegen war allen, dass eine Lösung für den Schwimmunterricht von Kindern und Jugendlichen gefunden wird. „Das Tauris wird Jahre renoviert. Ich befürchte, dass sich kein Ersatz finden lässt, will aber das Gespräch suchen“, gab Achim Bermel, Vorsitzender der Mülheim-Kärlicher SPD, zu Protokoll.

Weiter wurde angemerkt, dass über die Ferien insbesondere Turnhallen für mögliche Renovierungen und mangels Reinigung geschlossen sind. Die Versammlung findet erstrebenswert, in dieser Frage eine zukunftsfähige Lösung mit der VG zu suchen. Eine Hausaufgabe für die SPD-Fraktion um Klaus Herbel. Aus der Runde ergab sich das Bedürfnis, auch zukünftig im Austausch über Fragen zum Sport zu bleiben. „Können wir einen Sportring bilden?“, lautete ein Vorschlag. Dies blieb bis zum Ende des Abends eine ernsthafte Option, da alle einstimmten, dass ein langfristiger Austausch nur von Vorteil sei. Jan Badinsky bedankte sich für das Organisationsteam bei allen Gästen. „Bitte geben Sie uns Zeit, die Ergebnisse auszuwerten. Wir werden Ihre Themen in den Gremien aufgreifen“, versprach er und beendete zufrieden den kulinarischen Abend.