Archivierter Artikel vom 10.12.2019, 14:59 Uhr
Maifeld/Untermosel

Solidarität wurde sichtbar – Ökumenischer Gottesdienst und Austausch „Nein zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen!“

Eine nach der anderen kommt nach vorne, legt ein liebevoll gestaltetes Rautenteil an eine Rautensonne an. Diese wächst, wird bunter und vielfältiger. In ihrem Zentrum strahlt der Satz „Solidarität sichtbar machen!“ nach außen.

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Foto: Else Rebmann

So zeigten die Teilnehmerinnen ihre Solidarität mit den Opfern von Gewalt und brachten zum Ausdruck, dass viele gemeinsam etwas bewegen können. Rund 70 Frauen und einige Männer trafen sich anlässlich des internationalen Gedenktages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen zum ökumenischen Gottesdienst in Kobern, um die Aufmerksamkeit gegenüber Gewalt an Frauen und Mädchen zu schärfen und ins Gebet zu nehmen. Der Gedenktag am 25. November dient dazu, jedes Jahr neu die Einhaltung der Menschenrechte zu thematisieren, Unrecht zur Sprache zu bringen und Mut zu machen, sich gegen jegliche Form der Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen zu wehren. Dies ist nötig, denn Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat viele Gesichter und reißt leider nicht ab: In Deutschland wird jede vierte Frau Opfer von seelischer, körperlicher beziehungsweise sexueller Gewalt.

Der Gottesdienst war geprägt von eindrücklichen biblischen und aktuellen Erfahrungsberichten und Gebeten. Der Projektchor Maifeld-Untermosel hat durch seine Mitgestaltung zu einer dichten Atmosphäre beigetragen. In einer wertvollen anschließenden Austauschrunde bei Tee und Gebäck standen die Opferbeauftragte des Polizeipräsidiums Koblenz, Michaela Gasber sowie die Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde Maifeld, Martina Kolbinger, den Teilnehmenden zu Gesprächen zur Verfügung.

„Es tut unglaublich gut, Frauensolidarität zu spüren und miteinander über Nöte und Beängstigendes, aber auch Hilfsmöglichkeiten ins Gespräch zu kommen. Darum war für mich der Abend sehr wertvoll“, meinte eine Teilnehmerin zum Abschluss. Der Vorbereitungskreis dankt allen, die sich an der Solidaritätsaktion beteiligt haben. Sie sind aufgeführt auf www.maifeld-untermosel.kfd-trier.de und www.ev.kirche-winningen.de.