Koblenz

Kurze Aktionen mit langfristiger Wirkung: Kolping-Preis für soziale Aktionen vor Ort

Vor drei Jahren lobte das Kolpingwerk Diözesanverband Trier zum ersten Mal einen Preis aus für soziale Aktionen von Kolpingsfamilien vor Ort.

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Foto: Kolpingwerk Diözesanverband Trier

In diesem Jahr gibt es zwei Preisträger. „Leider können wir die Preise, die mit 250 Euro dotiert sind, in diesem Jahr nicht bei der Diözesanversammlung überreichen“, sagt Harald Schmillen, der Vorsitzende des Fachausschuss Gesellschaft gestalten. „Wir wollen ja auch, dass möglichst viele von den Aktionen erfahren. Schließlich prämieren wir Engagement mit Vorbildcharakter. Die Idee ist da schon, dass der eine oder andere einen Impuls übernimmt.“

Die Kolpingsfamilie Illingen erhält den Preis für ihr Projekt „Helfen Sie uns, anderen zu helfen – Kolpingjugend Illingen für Menschen in Not”. Dabei übernehmen Mitglieder der Kolpingjugend Arbeiten wie Rasen mähen, Unkraut jäten, Laub sammeln, Sperrmüll zur Deponie bringen, Auto staubsaugen und vieles mehr. Die Auftraggeber zahlen für diesen Einsatz, was ihnen die Hilfe wert ist. In diesem Jahr wird die Aktion bereits zum sechsen Male durchgeführt. Entsprechend gibt es mittlerweile “Stammkunden„, die schon fest mit den Jugendlichen rechnen.

In den vergangenen fünf Jahren erbrachte die Muskelkraft der Kolpingjugendlichen schon über 10.000 Euro. Unterstützt wurden zum Beispiel das Kinderhospiz Merchweiler und der Verein “Hilfe durch Sport„, der beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen ein Reha-Programm anbietet zur Verbesserung ihrer Lebensqualität. Bei der Kolpingsfamilie St. Mauritius Kärlich hat 2019 im Rahmen der 72-Stunden-Aktion die Kolpingjugend zusammen mit den Messdienern die Außenanlagen am Pfarrzentrum neu gestaltet. Aus dem zumeist verwilderten Brachland wurde innerhalb von drei Tagen ein Ort der Begegnung, ein wunderschöner Garten.

Die kontinuierliche Pflege, damit der Garten auch weiterhin zum Verweilen einlädt, gestaltet die Kolpingsfamilie generationenübergreifend. Die Nutzung und Ernte steht weiterhin jedermann offen und dient somit dem Gemeinwohl, lehrt Nachhaltigkeit und vermittelt spielerisch Wissen zur Pflanzenkunde. Es gibt auch schon verschiedene Ideen sowohl für die weitere Gestaltung wie zum Beispiel die Anlage eines Barfußpfades. Auch Aktionen wie Andachten im Garten oder der Bau von Insektenhotels zusammen mit der Gruppe “junge Familien„ sind angedacht.

“Toll finde ich, dass in diesem Jahr zwei Projekte prämiert werden, bei denen die Kolpingjugend ausschlaggebend war und den Hauptteil der Aktion trägt – unterstützt von Kolpingmitgliedern allen Alters„, freut sich Diözesangeschäftsführerin Julia Semmling. “Da zeigt sich, wie gut die generationenübergreifende Arbeit im Kolpingwerk funktioniert –‚familienhafter Verband mit dem Motto Verantwortlich leben – Solidarisch handeln, das kann ja kaum besser zum Ausdruck kommen." Die Preise wurden in diesem Jahr in Absprache mit den Kolpingsfamilien vor Ort übergeben.