Archivierter Artikel vom 23.05.2022, 12:29 Uhr
Koblenz/Novara

Koblenzer Friedensglocke aus Novara zurück

Die Friedensglocke war Anfang Mai eine Woche lang in der Partnerstadt Novara ausgestellt und wie ein Star der bestaunte Blickpunkt.

Von Pressemeldung des Freundschaftskreises Koblenz-Novara
Das Bild zeigt Bischof Brambilla bei der Segnung der Koblenzer Glocke bei der öffentlichen Feier im Broletto in Novara.
Das Bild zeigt Bischof Brambilla bei der Segnung der Koblenzer Glocke bei der öffentlichen Feier im Broletto in Novara.
Foto: Rüdiger Brennig

Täglich kamen Menschen in den Broletto, eine historische Passage im Herzen der Stadt. Groß und Klein erkundigten sich über die Herkunft der Glocke, machten Bilder und manch einer traute sich auch zu läuten. Kürzlich, bei der von der Stadt Novara veranstaltete öffentliche Feier im Broletto, mit großer Beteiligung der Institutionen, Schulklassen und Bürger, segnete der Katholische Bischof Brambilla gemeinsam mit dem aus Kiew stammenden orthodoxe Pater Yuriy die Friedensglocke. Bürgermeister Alessandro Canelli hob in seinem Grußwort die Symbolkraft der Friedensglocke hervor, die in der aktuellen Situation eine noch stärkere Bedeutung hat und dem Friedenwille der Bürger unserer Städte entspricht. Roberto Turri, Präsident der Associazione Gemellaggi Novaresi, begrüßte die Gäste. Vito Contento, Vorsitzender des Freundschaftskreis Koblenz-Novara, übermittelte herzliche Grüße vom Koblenzer Oberbürgermeister David Langner und stellte die Friedensglocke vor, die zum ersten Mal ins Ausland reiste. Am Ende seiner Rede sprach er die Hoffnung aus, „dass der festliche Klang der Friedensglocken das abscheuliche Dröhnen der Kanonen und der Bomben bald zum Schweigen bringen möge, die Zerstörung, Tod, Leid und Vertreibung bedeuten“.

Anwesende Vertreter von Institutionen wie Schulbehörde, Präfektur, Rotes Kreuz und Polizeidirektion sprachen Grußworte und lobten die Initiative mit Hinweis auf den schrecklichen Krieg in der Ukraine. Die deutsche Generalkonsulin Ingrid Jung aus Mailand verlas ein Grußwort und lobte die Städtepartnerschaft zwischen Koblenz und Novara, ebenso sprach der Vertreter der Europäischen Kommission mit Sitz in Mailand. Prof. Gabriella Colla, Delegierte für die Partnerschaft mit Koblenz, las eine Botschaft von Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission vor. Ihr Schreiben endete mit der „Hoffnung, dass eines Tages auch in der Ukraine Glocken läuten, aus Waffen gegossen, die endlich schweigen“.

Schulklassen hatten im Unterricht das Thema Frieden und Respekt behandelt und trugen Texte in italienischer, deutscher und ukrainischer Sprache vor. Schüler und Jugendliche sangen anschließend die Nationalhymne der drei Länder und die Europa-Hymne. Die Koblenzer Friedensglocke in der Partnerstadt Novara hat eine große Resonanz in den Medien und starken Zuspruch der Menschen gefunden. Im Laufe der Woche konnten die mitgereisten Koblenzer viele alte Bekannte begegnen, Freundschaften pflegen und über gemeinsame Projekte reden.

Pressemeldung des Freundschaftskreises Koblenz-Novara