Archivierter Artikel vom 25.10.2018, 13:49 Uhr
Horchheim

Klassisches und gefühlvolle Tangos begeisterten

Der Akkordeon-Club Koblenz gab ein Konzert in der Kirche St. Maximin.

Foto: Akkordeon-Club Koblenz

Traditionell gastierte der Akkordeon-Club Koblenz (ACK) auch in diesem Jahr mit dem Motto „Akkordeon in der Kirche“ in der vollbesetzten Kirche St. Maximin in Koblenz-Horchheim. Dabei präsentierte das Orchester nicht nur klassische Werke, sondern überraschte die Zuhörer auch mit energiegeladenen und gefühlvollen Tangos.

Foto: Akkordeon-Club Koblenz

Nach der Begrüßung durch die Erste Vorsitzende des ACK, Karin Quirmbach, und dem Dank an die Kirchengemeinde St. Maximin für die Zurverfügungstellung der Kirche bildete die „Sinfonia in B“ von Johann Christian Bach, dem jüngsten Sohn von Johann Sebastian Bach den gelungenen Konzertauftakt.

Nach dem Sohn durfte natürlich der Vater nicht fehlen. Unter der gefühlvollen Leitung des Dirigenten Rolf Donner präsentierte der ACK mit „Air“ eines der bekanntesten Werke von Johann Sebastian Bach.

Ein besonderer Höhepunkt stellte anschließend das Stück „Vater unser“ von Mareike Lenz dar, in dem die einzelnen Sätze des Gebets vertont worden sind. Ausgangspunkt für die Komposition waren Werke des Künstlers Henning Diers, der in seinem gleichnamigen Bilderzyklus zwölf Bilder zu den Sätzen des „Vater unser“ malte. Uraufgeführt wurde das Stück im Rahmen einer Ausstellung des Künstlers. Die Komponistin selbst begleitete mit der Querflöte ihren Ehemann und Dirigenten Rolf Donner am Akkordeon. Die ergänzenden Texte wurden von Petra Meurer gesprochen.

Dann überraschte der ACK die Zuhörer mit Tango-Klängen in der Kirche. Zunächst mit dem rhythmischen „El Trueno“ von Mareike Lenz, das die Energie eines Gewitters in einem feurig-wilden Tango widerspiegelt. In einem weiterem Tango, dem 3. Satz des „Bandoneon Konzerts von Astor Piazzolla, brillierte Anna Beyer als Solistin.

Den Abschluss des Tango-Blocks bildete ein Werk von Astor Piazzolla. Dieser gilt als der Begründer des Tango Nuevo, einer Weiterentwicklung des traditionellen Tango Argentino. „Romance del diablo“ ist ein langsames, emotionsgeladenes Stück, bei dem Stephan Maier als Solist überzeugte.

Einen Ausflug in die Welt der Musicals bot das Orchester mit dem „Phantom der Oper“ von Andrew Lloyd Webber, das mit seinem bombastischen Sound auch in der Kirche gut wirkte. Mit dem bekannten Welthit „Heal the world“ von Michael Jackson richtete der ACK seinen Appell für Frieden in der Welt.

Ursprünglich für Blasorchester war das letzte Stück „Choral and Rock out“ von Ted Huggens komponiert. Dem ersten langsamen Satz „Choral“ folgt der im Stil einer Fuge komponierte zweite Satz „Rock out“. Torsten Braune am Keyboard zeigte hierbei als Solist sein Können.

Die begeisterten Zuhörer belohnten sich durch lang anhaltenden Applaus mit der Zugabe des Orchesters. „Can you feel the love tonight“ aus dem Musical „König der Löwen“ von Elton John lud noch einmal zum Träumen ein.

Mit dem Dank der Ersten Vorsitzenden an alle Mitwirkenden und Besucher ging ein gelungenes und stimmungsvolles Konzert zu Ende.

Infos gibt es im Internet unter www.akkordeon-club-koblenz.de