Koblenz

„Johann der Steinmetz, Miterbauer der Feste Kaiser Franz“

Monika Artz freute sich, zu einem interessanten Vortrag des Stadtführers Hans Werner Seul, Mitglieder ihres Arbeitskreises begrüßen zu können.

Foto: Rüdiger Brennig

Die Sprecherin des Arbeitskreises Bildung und Kultur des Seniorenbeirats der Stadt Koblenz, Monika Artz, freute sich, zu einem interessanten Vortrag des Stadtführers und bekennenden Lützelers, Hans Werner Seul, in der DRK Begegnungsstätte, an der Liebfrauenkirche, Mitglieder ihres Arbeitskreises begrüßen zu können. Der Johann – das sind eigentlich drei Figuren dieses Namens, erklärte Seul den Anwesenden:

Heute möchte ich Ihnen den Steinmetz Johann, der von 1796 bis 1870 lebte, vorstellen er war Miterbauer der Feste Kaiser Franz in Lützel. In der wirtschaftlich armen Zeit brauchte Preußen viele Handwerker für den Festungsbau. Von überall her wurden diese angeheuert. Hier setzte die Geschichte des Vortragenden an, denn vom Maifeld kommt ein junger Mann mit dem Namen Johann und lässt sich anheuern. Er hofft auf Lohn und gute Kost, will irgendwie überleben in diesen schwierigen Zeiten. So war er beim Bau des Festungsbauwerks Feste Kaiser Franz, welches von 1815 bis 1834 errichtet wurde, beteiligt. Nach der Fertigstellung, so erzählte Seul weiter, bot man ihm die Stelle als Maurer und Objektwächter an, die er natürlich dankend annahm. Es gab festen Lohn, wenn auch nicht all zu viel, plus Vergünstigungen verschiedener Art. Er konnte davon Leben und blieb so in Koblenz.

Seul der gebürtige Lützeler verstand es, mit viel Liebe zu den Menschen und dem, was sie bewegt, durch mehr als 100 Jahre Geschichte der Stadt Koblenz zu führen. Der gesamte Vortrag basierte auf einer gründlichen Recherche der Vergangenheit. Zum Schluss dankte die Sprecherin des Arbeitskreises Monika Artz Seul für seinen interessanten und spannenden Vortrag. Sie sagte: "Vielen Dank lieber Herr Seul, für die ansprechende Geschichte über die fiktive Figur des Johann. Sie haben damit die volle Aufmerksamkeit, ja sogar Begeisterung bei ihren Zuhörern hervorgerufen. Ihr Vortrag hat uns neugierig gemacht auf Johann zwei und Johann drei, weshalb wir sie gerne zu weiteren Vorträgen einladen würden“.