Archivierter Artikel vom 05.11.2018, 13:37 Uhr
Mülheim-Kärlich

Hortkinder erfreuten Senioren mit Varietéshow

Die Sechs- bis Zehnjährigen der Kita Chateau-Renault traten im Seniorenheim St. Peter in Mülheim-Kärlich auf. Die Begegnung mit alten Menschen sind wichtige Erfahrungen für Heranwachsende.

Foto: Kita Chateau Renault

Vor dem Hintergrund, den alten Menschen des Seniorenheimes St. Peter in Mülheim-Kärlich eine Freude zu bereiten, hatten sich insgesamt 22 Hortkinder der Kita Chateau-Renault auf freiwilliger Basis dazu gemeldet, die Seniorenheimbewohner mit einem Besuch und einem selbst erarbeiteten Varietéprogramm zu beglücken.

Foto: Kita Chateau Renault

Pünktlich zur Kaffeezeit trafen die Sechs- bis Zehnjährigen mit ihren drei Erzieherinnen im Aufenthaltsraum des Seniorenheimes ein, wo sie bereits sehnsüchtig von den Bewohnern erwartet wurden. Mit ihrem Motto-Lied „Flinke Hände, flinke Füße, wache Augen, weites Herz“, zu welchem passende Bewegungen und Gesten gemacht wurden, sorgten die Kinder für einen stimmungsvollen und lebendigen Einstieg in ihr Programm.

Es folgten musikalische Beiträge von Romina Adams mit der Querflöte, Casian Hofmann mit dem Saxophon und Pianostücke von Colin Laube. Die drei Solisten ernteten regen Beifall seitens ihres Publikums.

Jungautorin Nele Schreiber machte ihrem Nachnamen alle Ehre, indem sie speziell für diesen Tag eine Fantasy-Geschichte „Ritti und der Drache“ geschrieben hatte. Während sie diese vorlas, bewiesen ihre Hortkameraden Simon Scherer, Klara Greupner und Colin Laube als Drache, Prinzessin und Ritter im zur Geschichte passenden Improvisationsrollenspiel ihr schauspielerisches Talent.

Robin Scherer, Lian und Romina Adams rappten gemeinsam den Zauberlehrling von Johann Wolfgang von Goethe und stellten dabei fast schon einen Rekord im Schnellsprechen auf.

Ein weiterer Höhepunkt des Programms war die Leiterakrobatik, bei welcher elf Kinder (Klara Greupner, Lian, Janus Nieder, Robin Scherer, Isa, Simon Scherer, Selene, Nele Schreiber, Till Linder, Tim S., Noah Hermes) Mut, Kraft, Gleichgewichtssinn, Körperspannung und Gelenkigkeit unter Beweis stellten. Neben Übungen wie zum Beispiel „Kopfüber-Klettern“, Hangeln, „Hängematte“, durch Sprossen durchschlängeln, wurden auch spektakuläre „Menschen-Pyramiden“(sogar siebenköpfig) mit zwei Leitern vorgeführt.

Zum Finale der Show wurden die Senioren nach draußen gebeten, wo sie vor der sonnengewärmten Hauswand Platz nahmen, um eine atemberaubende Roller- und BMX-Rad-Rampen-Show zu verfolgen und dabei noch etwas Vitamin D zu tanken. Die jungen Stuntmen (Jannes Pick, Janis Linder, Paul Seher, Ida Seher, Daniele Zils, Phillip Küster, Tim H.) flogen mit ihren Rollern und BMX Rädern förmlich über die Rampen und sorgten als wahre „Rampensäue“ für viel Faszination und Begeisterung.

Zu guter Letzt gingen die jungen Varietékünstler auf die alten Leute zu und überreichten jedem eine Rose und Plätzchen, was schließlich auch dem letzten Heimbewohner ein Lächeln ins Gesicht zauberte.

Die Begegnung mit alten Menschen, das Erleben ihrer Lebensumstände und ihrer Besonderheiten sind wichtige Erfahrungen für Kinder – dies besonders in einer Gesellschaft, die Generationen zunehmend „verinselt“. Aber auch das positive Gefühl, die Dankbarkeit, Wertschätzung von Seiten alter Menschen zu erfahren beziehungsweise, dass man mit einfachen Mitteln eine Freude bereiten und selber dabei Spaß haben kann.

Die Hortis hatten jedenfalls viel Spaß bei ihrem Varieté im Seniorenheim. Für sie steht fest: sie kommen wieder. Ein Horti brachte es treffend für alle auf den Punkt: „Das ist doch Ehrensache!“