Archivierter Artikel vom 27.05.2018, 15:34 Uhr
Mülheim-Kärlich

Fünf schöne Tage in der Lüneburger Heide verbracht

Die Kolpingsfamilie St. Mauritius Kärlich war unterwegs.

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Foto: Kolpingsfamilie St. Mauritius Kärlich

Eigentlich fährt man ja zur Zeit der Heideblüte Ende Juli bis Anfang September in die Lüneburger Heide. Da man aber die Woche vor Pfingsten nicht so einfach in den August verlegen kann und die Fahrten der Kolpingsfamilie St. Mauritius Kärlich traditionsgemäß immer in dieser genannten Woche stattfinden, machten sich 41 Personen + Fahrer aus Mülheim-Kärlich und Umgebung auf in die Lüneburger Heide.

Auf der Hinfahrt legten wir einen Zwischenstopp in Celle, dem Tor zu Lüneburger Heide ein. Bei einer Stadtrundfahrt mit Müllers City Express richtete sich das Augenmerk hauptsächlich auf die restaurierten und denkmalgeschützten Fachwerkhäuser und die Parks und Gärten. Dann ging‘s weiter zum heutigen Zielort unserer Reise dem Hotel-Restaurant Fuchs in Handeloh, dass für die nächsten Tage unser Domizil sein sollte. Ein sehr gutes, wie sich im Laufe der Woche herausstellen sollte.

Der nächste Tag sollte Heide pur bieten. Zunächst ging es mit unserem Hotelier Charly, der als Guide fungierte nach Schneverdingen. Hier hieß es umsteigen. Drei Kutschen, jeweils mit 2 Kaltblütern bespannt, standen bereit uns durch die Heide zu ziehen. Auf unserem Weg machten wir kurz Station bei einer Heidschnuckenherde. Im alten Schafstall im Schneverdinger Heidegarten konnten wir uns bei Kaffee und Kuchen zuerst einmal stärken, um anschließend den 1990 fertig gestellten Heidegarten zu bestaunen. Rund 180 verschiedene Heidesorten mit etwa 150.000 Pflanzen wachsen hier und sind von August bis September in voller Blüte zu bestaunen. Noch ein weiterer Höhepunkt wartete an diesem Tag auf uns. Unser Guide Charly führte uns ins Pietzmoor, dem größten zusammen-hängenden Moor der Lüneburger Heide. Hier konnten wir die jährlich im Frühling blühenden Wollgrasflächen bewundern. Nach einem erlebnisreichen Tag ging es zurück zum Hotel.

Das Bremerhaven und Bremen eine Menge zu bieten haben, konnten wir am Mittwoch erleben. Bei einer Stadtrundfahrt mit dem HafenBus durch Bremerhaven und seine Hafenanlagen. Hier werden die meisten Autos und die frischesten Früchte umgeschlagen, hier werden Waren von Kaffee und Bier bis zu imposanten Schwergütern im- und exportiert, hier sind spezialisierte Werften angesiedelt und nicht zuletzt befindet sich hier die längste Stromkaje der Welt!

Nachdem wir uns im Fischereihafen mit seinen vielen Restaurants und Hafenkneipen gestärkt hatten, ging es weiter in die Hansestadt Bremen. Bei einer Innenstadtführung lernten wir den Marktplatz mit dem berühmten Roland und den nicht minder berühmten Bremer Stadtmusikanten kennen. Wenn man dem Esel an die Beine greift, soll dies Glück bringen, entsprechend abgegriffen ist die Stelle der Skulptur. Aber auch die Böttchergasse und das Schnoorviertel sind Orte, die man gesehen haben muss.

Am Donnerstag ging es zunächst nach Verden, der Reiterstadt an der Aller. Wahrzeichen der Stadt ist ein mächtiger Dom. Nach einem zweistündigen Aufenthalt in der Stadt ging es weiter zum Weltvogelpark Walsrode. Dieser beherbergt inmitten einer 240.000 Quadratmeter großen einmaligen Gartenlandschaft über 700 Vogelarten aus aller Welt. Den Abschluss unseres Besuches bot eine faszinierende Vogelschau, bei der am Ende über 70 Vögel über unseren Köpfen kreisten.

Der Freitag bot zunächst einen Abstecher zum vom Künstler Friedensreich Hundertwasser gestalteten Bahnhof in Uelzen. Anschließend besuchten wir das Herz der Lüneburger Heide, die Stadt Lüneburg. Bei unserem Rundgang durch die Stadt entdeckten wir die schönsten Ecken der mittelalterlichen Stadt: den Platz „Am Sande“ mit seinen verschiedenen Arten von Giebelhäusern, die St. Johannis Kirche, den Stintmarkt, die St. Nicolaikirche und das alte Rathaus. Nach einem zweistündigen Aufenthalt ging es weiter zum Schiffshebewerk Scharnebeck. Nach einer Einführung in der Ausstellungshalle des Schiffshebewerkes ging es mit dem Schiff einmal durch das Hebewerk. Hierbei wird ein Höhenunterschied von 38 Metern per Schiffsaufzug überwunden.

Nach fünf erlebnisreichen Tagen ging es am Samstag wieder in Richtung Heimat. Zuvor besuchten wir aber noch die Stadt Soltau, wo uns ein großer Wochenmarkt inmitten der Stadt überraschte. Das Angebot von über 40 Händlern ließ keine Wünsche offen. Nach einem Zwischenstopp im Outlett-Center-Soltau führte unser Weg endgültig nach Hause, wo wir müde und voller wunderschöner Erinnerungen am Abend ankamen. Eine erlebnisreiche Woche war zu Ende.